US-Finanzminister der Steuern hinterzieht? Timothy Geithner gerät jetzt ins Straucheln
- Probleme wegen Sozialabgaben und Hausangestellter
- Unwissenheit und Versehen als Ausrede verwendet

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Der designierte US-Finanzminister Timothy Geithner droht kurz vor der Amtseinführung der Regierung von Barack Obama ins Straucheln zu geraten. Ein Sprecher sagte, Geithner habe bei seinen Sozialabgaben einen "gängigen Fehler" gemacht. Zudem habe er nicht gewusst, dass die Aufenthaltserlaubnis einer früheren ausländischen Hausangestellten während der letzten Monate ihrer Tätigkeit abgelaufen war.
Sprecher Robert Gibbs rief den Senat auf, Geithner dennoch als Minister zu bestätigen, denn er sei "der richtige Mann, um unsere wirtschaftliche Erholung in diesen schwierigen Zeiten voranzubringen". Das "Wall Street Journal" ("WSJ") hatte zuvor auf seiner Website berichtet, dass Senatoren Hinweise überprüften, nach denen die Papiere einer Haushälterin Geithners nicht in Ordnung waren. Die Senatoren seien auch besorgt, dass Geithner möglicherweise "jahrelang" keine Sozialabgaben entrichtet habe. Unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise schreibt das "WSJ", dass die Papiere der Haushälterin abgelaufen waren, sie aber dennoch weiter arbeitete und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Form einer Green Card anstrebte.
Zudem soll Geithner dem Bericht zufolge während seiner Tätigkeit für den Internationalen Währungsfonds (IWF) von 2001 bis 2004 die Sozialabgaben nicht gezahlt haben, was aber ein Versehen in Zusammenhang mit seinem Beschäftigungsstatus gewesen sei. Nach einem Hinweis der Steuerbehörde habe Geithner die Beiträge samt Zinsen nachgezahlt. Bereits unter dem derzeitigen US-Präsidenten Bush und dessen Vorgänger Bill Clinton waren Anwärter für Ministerposten an derartigen scheinbar kleinen Ausrutschern gescheitert.
(apa/red)
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