Obama will rasche Guantanamo-Schließung:
Immer mehr Häftlinge treten in Hungerstreik
- Rund 255 Männer sitzen noch in dem Lager auf Kuba
- Suche nach Aufnahmeländer für Insassen langwierig

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Aufnahme von Insassen wird zum Streitpunkt
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Der gewählte US-Präsident Barack Obama will das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo so rasch wie möglich schließen. Dies könne schon in der ersten Woche nach seinem Amtsantritt geschehen, sagte ein Obama-Berater in Washington. Obama tritt sein Amt am kommenden Dienstag an. Einziger Stolperstein: Für viele der nun heimatlosen Insassen müssen zuvor noch Aufnahmeländer gefunden werden.
Es dürfte daher noch eine Weile dauern, bis das Lager tatsächlich geschlossen wird. Denn zahlreiche Gefangene können weder in ihre Heimat zurückkehren noch wollen sie in den USA bleiben. Rund 255 Männer sitzen noch in dem Lager auf dem US-Marinestützpunkt auf Kuba. Es war unter Präsident Bush eingerichtet worden und wurde zum Symbol besonders aggressiver Verhörmethoden, die den USA den Vorwurf der Folter eingebracht haben.
Unterdessen ist die Zahl der hungerstreikenden Gefangenen in Guantanamo in der vergangenen Woche stark angestiegen. Demnach verweigern derzeit 42 Insassen die Nahrungsaufnahme. 31 von ihnen werden den Angaben zufolge zwangsernährt. Als einen möglichen Grund für den Anstieg vermuteten die Behörden die bevorstehende Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Als weitere mögliche Ursache wurde der siebente Jahrestag der Ankunft der ersten Gefangenen in Guantanamo Bay am 11. Jänner 2002 vermutet. (apa/red)
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