Angst vor Typhus auf den Fidschi-Inseln:
Überschwemmung nach schwerem Unwetter
- Regierung richtete Hilfsappell an Staatengemeinschaft
- Drei Städte standen nach Dauerregen unter Wasser
Weite Teile der Fidschi-Inseln im Südpazifik stehen nach verheerenden Unwettern unter Wasser. Die Regierung befürchtet den Ausbruch von Typhus, weil die Trinkwasserreservoire verseucht sind. Die Regierung startete einen weltweiten Hilfsappell. Der Regierungschef richtete ein Konto für Spenden ein.
Ein Neuseeländer, der auf der Insel Denarau Ferien machte, berichtete einem heimischen Sender, die Restaurants seien geschlossen, weil die Nahrungsmittel knapp würden. Die Touristen säßen weitgehend in ihren Zimmern fest. Das Trinkwasser wurde rationiert. In weiten Teilen der Inseln fiel zeitweise der Strom aus, die Telefonleitungen funktionierten nur sporadisch.
Im westlichen Teil der Hauptinsel war der Notstand ausgerufen worden. Drei Städte standen nach tagelangem Dauerregen weitgehend unter Wasser. Sieben Menschen waren in den Überschwemmungen ums Leben gekommen und tausende Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten. Die Gesundheitsbehörde rief die Menschen auf, zum Trinken Regenwasser zu sammeln und trotz der Umstände auf Hygiene zu achten, um Krankheiten zu vermeiden. Die Behörden verhängten nächtliche Ausgangssperren in den Städten, um Plünderungen der verlassenen Häuser und Läden vorzubeugen.
(apa/red)
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