HC Strache geht auf Konfrontation mit SPÖ:
'Buße' der Roten Bedingung für Kooperation
- "Abwehrkampf gegen unbelehrbaren Sozialismus"
- FP-Chef mit verbalem Rundumschlag gegen die EU

Der FPÖ-Parteichef Strache hat beim Neujahrstreffen der Blauen in Klagenfurt Avancen einiger SPÖ-Länderchefs bezüglich einer Kooperation eine Absage erteilt. Das werde es in Kärnten ebenso wenig geben wie in den anderen Bundesländern. Strache erklärte, man müsse einen "Abwehrkampf gegen einen unbelehrbaren Sozialismus" führen.
Eine Zusammenarbeit kommt für Strache nur in Frage, wenn die SPÖ bereit wäre "Buße zu tun" und auf die freiheitlichen Inhalte überzugehen. Den Landtagswahlen blickt der Blaue Parteichef mit großer Zuversicht entgegen. Der 1. März 2009 werde ein "Kärntner-Salzburger Doppelpack" werden. Denn mit Karl Schnell und Mario Canori habe man beste Aussichten. Schnell werde in Salzburg die 15-Prozent-Marke sicher erreichen, und damit werde es einen Landeshauptmann nur mit den Freiheitlichen geben. Man wolle Regierungsverantwortung übernehmen, in Salzburg wie in Kärnten. Die FPÖ werde auch in Oberösterreich und in Vorarlberg die Wahlen gewinnen, für das westlichste Bundesland prognostizierte Strache gar Platz zwei für die Landtagswahl.
SPÖ und ÖVP "moderne Raubritter"
Ein Rundumschlag gegen die EU durfte bei der Rede natürlich nicht fehlen. Die Freiheitlichen würden bei der EU-Wahl im Juni der EU eine "Frischluft- und Frischzellenkur" verpassen. Der Urnengang werde eine "Abrechnung mit dieser zentralistischen Union und mit Rot und Schwarz, die über uns drübergefahren sind", werden, sie werde "jene Volksabstimmung werden, die man uns gestohlen hat".
SPÖ und ÖVP seien "moderne Raubritter", die Milliarden an zusätzlichen Einnahmen aus Steuermitteln lukriert hätten, während der "kleine Mann" darben müsse. Schnell und Strache übten heftige Kritik an der finanziellen Unterstützung für die heimischen Banken. Dies dürfe nur dann gemacht werden, wenn man "die Manager in die Wüste schickt, die die Milliarden verspekuliert haben". Nicht fehlen durften die obligaten Attacken auf Zuwanderer und Asylwerber, denen er Missbrauch des Sozialsystems vorwarf.
(apa/red)
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