Lunacek wird grüne EU-Spitzenkandidatin:
Gewinnt die Stichwahl gegen Voggenhuber
- Erhielt schon im ersten Durchgang relative Mehrheit
- Langjähriger Europaparlamentarier damit abgelöst
·EU-Kandidatin Ulrike Lunacek im Porträt
Harte Kämpferin wird eine eine echte Europäerin
·Glawischnig wird zur Grünen-Chefin gewählt
Bundeskongress: Klares Votum mit 97,4 Prozent
·GRAFIK: Grüne Parteichefs seit 1986
Van der Bellen war am längsten am Chefsessel
·HC Strache geht auf Konfrontation mit SPÖ
Große Sprüche beim Neujahrstreffen der FPÖ

Die Grünen haben eine europapolitische Institution in EU-Pension geschickt. Johannes Voggenhuber verlor bei der Wahl für den Spitzenplatz der EU-Liste gegen seine Herausforderin Ulrike Lunacek. Die Nationalratsabgeordnete setzte sich in einer Stichwahl mit 54,7 Prozent der Stimmen durch. Eva Lichtenberger, die ebenfalls um den Spitzenplatz ritterte, wurde zur Listenzweiten gewählt.
Voggenhuber, der bereits vor der Wahl angekündigt hatte, im Falle des Scheiterns seine politischen Funktionen zurückzulegen, kommentierte seine Niederlage knapp bis gar nicht: "Ich habe überhaupt nichts zu sagen", meinte er und reiste kurzerhand aus Klagenfurt ab. Lunacek kündigte indes an, auch die Anhänger Voggenhubers für sich gewinnen zu wollen, denn sie werde keine "grundlegend andere Europapolitik" machen. Lichtenberger, bisher zweite Grüne EU-Abgeordnete, freute sich auch über den zweiten Platz.
Beim Hearing vor der Wahl hatte Siegerin Lunacek ein kritisches Liebesbekenntnis zu Europa abgelegt. Sie versprach, "keine vorbehaltlose Ja-Sagerin" zu sein, sondern Kritik zu äußern und neue Vorschläge zu machen. Als Programm kündigte Lunacek u.a. Widerstand gegen Neoliberalismus und Nationalismus an.
(apa/red)
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