Gorbach pfeift auf ein Politik-Comeback:
Keine Kandidatur für das Vorarlberger BZÖ
- "Bleibe in Selbständigkeit und mein eigener Chef"
- BZÖ sieht im Ländle keine Chancen ohne Gorbach

Ex-Vizekanzler Gorbach hat ein Polit-Comeback abermals ausgeschlossen und wird im Herbst das Vorarlberger BZÖ nicht in die Landtagswahl führen. "Ich werde bestimmt nicht mehr in die Politik gehen, bleibe in der Selbstständigkeit und mein eigener Chef", sagte Gorbach im Gespräch mit den "Vorarlberger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe).
Der designierte Vorarlberger BZÖ-Obmann Christoph Hagen will sich nächste Woche dennoch mit Gorbach treffen, "derzeit alles offen lassen und sich personell nicht festlegen". Die neuerliche Spekulation um ein Comeback Gorbachs auf der politischen Bühne geht auf Vorarlbergs Grünen-Chef Johannes Rauch zurück. Rauch zufolge soll eine Umfrage existieren, "die einem Gorbach-BZÖ den sicheren Einzug in den Landtag und damit gleichzeitig den sicheren Verlust der absoluten Mehrheit der ÖVP voraussagt". Ohne Gorbach allerdings würden dem BZÖ "null Chancen" auf einen Landtagseinzug eingeräumt, so Rauch gegenüber den "VN".
Der 52-jährige Ex-Vizekanzler, der von 1992 bis 2004 Landesparteiobmann der FPÖ in Vorarlberg und während mehrerer Jahre Landeshauptmann-Stellvertreter war, will von einer Kandidatur als Spitzenkandidat des BZÖ Vorarlberg aber nichts wissen. Er habe beschlossen, "mit 50 ein normales Leben zu beginnen", sagte Gorbach. Hagen seinerseits betonte die Freundschaft zu Gorbach, bei dem er bei Bedarf auch Ratschläge einhole. Er wolle den ehemaligen Vizekanzler nächste Woche in Wien treffen, so Hagen.
(apa/red)
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