'Haubner-Faktor' soll dem BZÖ weiterhelfen:
Spitzenkandidatin will Einzug in OÖ-Landtag
- FPÖ-Chef Strache in Oberösterreich "kein Thema"
- "Politik muss in Zeiten wie diesen Vorbild sein"

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Nach dem Tod des Kärntner Landeshauptmannes will das BZÖ nicht mehr mit dem "Jörg-Haider-Faktor", sondern mit dem "Ursula-Haubner-Faktor" in den Oberösterreichischen Landtag einziehen. Ein konkretes Ziel für die Wahlen im Herbst nannten Landesobfrau Haubner und Landessprecher Rainer Widmann in einem Pressegespräch in Linz nicht. Sie erklärten aber, dass Umfragen das BZÖ bei sieben bis neun Prozent sehen würden.
FPÖ-Bundesparteichef Heinz-Christian Strache sei in Oberösterreich kein Faktor, betonte Widmann. Die Freiheitlichen würden lediglich mit einem Prozent vor dem BZÖ liegen. Man werde Haiders Politik konsequent fortführen, sagte der Landessprecher, der von 250 neuen Parteimitgliedern in den vergangenen zwei Monaten berichtete. Erklärtes Ziel sei der Einzug in den Landtag, so Haubner: "Mit wie viel Prozent, das wird die oberösterreichische Bevölkerung entscheiden." Zur geplanten Liste wollte sie sich nicht näher äußern, man werde aber jedenfalls "nicht nur inhaltlich, sondern auch personell gut und breit aufgestellt" sein.
"Politik muss in Zeiten wie diesen Vorbild sein", betonte Haubner. Angesichts der Wirtschaftskrise sollten die Gehälter für Politiker nicht weiter erhöht und Repräsentationsausgaben massiv reduziert werden, so Widmann. Zudem müssten die Kulturbudgets um zehn Prozent gekürzt werden. Diese Maßnahmen würden in Summe jährlich mindestens 40 bis 50 Mio. Euro einsparen, rechnete Widmann vor. Der "schwarz-rote Kulturrausch" gehöre beendet und Arbeitsplätze geschaffen. Der Landessprecher verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Entwicklungen bei der voestalpine. Die eingesparten Gelder sollten aber auch für soziale Bereiche verwendet werden und Familien zugutekommen.
FPÖ spricht von "orangen Wunschgedanken"
Die FPÖ sieht sich in Oberösterreich gut aufgestellt. Mit dem Ergebnis von 19 Prozent bei der vergangenen Nationalratswahl sei mehr als eindeutig belegt, dass die Freiheitlichen und ihr Parteichef Heinz-Christian Strache von den Bürgern des Bundeslandes "wahrgenommen werden und ein wichtiger Faktor sind". Das erklärte Landesgeschäftsführer Hubert Schreiner in einer Aussendung als Reaktion auf das Pressegespräch des BZÖ.
In den Umfragen der vergangenen Wochen und Monate habe sich deutlich herauskristallisiert, dass die FPÖ in Oberösterreich klar auf Platz drei liege. Nur einen Prozentpunkt Unterschied zum BZÖ wies Schreiner als "orangen Wunschgedanken" zurück. "Die Oberösterreicher wissen, dass die FPÖ als soziale Heimatpartei ihre Interessen vertritt, und sie gehen lieber zum Schmied als zum Schmiedl."
(apa/red)
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