Safety first - auch auf den Skipisten: Große Mehrheit der Österreicher für Helmpflicht
- Nach schweren Unfällen steigt der Helmverkauf an
- 56 Prozent sind außerdem für eigene Pistenpolizei

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Die große Mehrheit der Österreicher, nämlich 84 Prozent, ist für eine Helmpflicht auf Skipisten. 46 Prozent wollen eine generelle Helmpflicht, weitere 38 Prozent eine für Unter-14-Jährige. Das ist das Ergebnis des aktuellen Infoscreen-Monitors.
13 Prozent der Interviewten sind gegen eine Helmpflicht, drei Prozent haben keine Meinung zu diesem Thema, das nach dem Unfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus am 1. Jänner in der Obersteiermark, bei dem eine Frau an Kopfverletzungen starb, öffentlich diskutiert wird. Der Anteil der Befürworter ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2005 waren 69 Prozent für eine Helmpflicht.
Mehrheit für Pistenpolizei
Die Einführung einer Pistenpolizei würde von 56 Prozent der Bevölkerung befürwortet, 40 Prozent hielten eine solche Maßnahme laut Infoscreen-Monitor - entsteht in Kooperation von Infoscreen-your city channel und dem Marktforschungsinstitut OGM - für übertrieben. Eine solche Polizei könnte zu schnellen oder rücksichtslosen Skifahrern die Liftkarte entziehen und die Helmpflicht kontrollieren. Der Anteil der Skeptiker ist im Vergleich zu 2005 um neun Prozent gestiegen.
Die Nachfrage nach Skihelmen ist in jüngster Zeit enorm gestiegen. Nach Angaben der Wirtschaftskammer wurden im vergangenen Winter 411.000 Exemplare verkauft, für die Saison 2008/2009 erwartet Ernst Aichinger, Obmann des Gremiums Sportartikelhandel, 500.000 verkaufte Helme. Derzeit tragen 63 Prozent der Snowboarder und 43 Prozent der Skifahrer Helme - mehr Männer als Frauen und mehr Einheimische als Touristen, wie die Wirtschaftskammer am Donnerstag in einer Aussendung erläuterte.
(apa/red)
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