Fekter bleibt im Fall Zogaj hart: "Rehlein- Augen haben mich nicht zu berühren"
- Innenministerin verschärft Kurs gegenüber Zogajs
- NEWS: Das Asylverfahren soll in Ungarn stattfinden

·Für Zogajs beginnt der Behördenmarsch
Druck von FPÖ und BZÖ. Grüne: "Unmenschlich"
·Asyl-Anträge sind 2008 wieder gestiegen
Erstmals seit Jahr 2002 wieder mehr Ansuchen
Innenministerin Maria Fekter verschärft im Interview mit NEWS ihren Kurs gegenüber der Familie Zogaj. Deren tränenreiche Familienzusammenführung im Fernsehen ärgert sie nicht. "Dergleichen hat mich in keiner Weise zu berühren", sagt sie, "Ich habe nach den Gesetzen vorzugehen, egal ob mich Rehlein-Augen aus dem Fernseher anstarren oder nicht."
Im Gespräch mit NEWS erläutert sie, weshalb das weitere Asylverfahren der Familie nicht in Österreich, sondern in Ungarn stattfinden solle, wo die vier Zogaj-Kinder bereits einen Asylantrag gestellt haben: "Hat eine Familie, teils in einem EU-Land, teils in einem anderen die Anträge gestellt, so wie die Zogajs, dann hat eine Zusammenführung dort zu erfolgen, wo die Mehrheit der Anträge gestellt wurde - und das ist eben Ungarn", so Fekter.
Den Zogajs und ihren Beratern wirft Fekter vor, in der Vergangenheit "all die gereichten Hände ständig zurückgewiesen zu haben", sodass eine frühere einvernehmliche Lösung nicht möglich war.
Ob die Zogajs in einem Jahr noch in Österreich sein werden, vermag sie nicht zu sagen: "Nachdem nicht absehbar ist, wie viel Dutzend Anträge von dieser Familie noch kommen, ist es nicht möglich, hier eine Prognose abzugeben."
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