Mittwoch, 14. Jänner 2009

Josef Pröll erhöht Druck auf das öffentlich-
rechtliche TV: "Der ORF ist wie ein Karpfen"

  • NEWS: "Der Hut brennt. Da besteht Handlungsbedarf"
  • Optimistisch zur Koalition und zum Krisenjahr 2009

Die ÖVP verstärkt den Druck auf die ORF-Gremien und die ORF-Manager massiv, für eine rasche strukturelle Reform des Unternehmens zu sorgen. Nach dem nö. Landeshauptmann Erwin Pröll erklärt jetzt ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS: "Der ORF-Hut brennt. Da besteht Handlungsbedarf. Das Flagschiff ORF muss auf einen Zukunftskurs, momentan liegt es eher im Trockendock. Es geht um die Überlebensfähigkeit des Konstrukts ORF als öffentlich-rechtliches zentrales Medium Österreichs."

Seine mehrmaligen Gespräche mit dem ORF-Management seien, sagt Pröll, für ihn unbefriedigend, "ich höre immer von Versuchen diverser Planungen und Strategien, die zeitgerecht kämen. Aber das ist mir jetzt schon etwas zu lange auf die lange Bank geschoben. Daher muss in den nächsten Wochen und Monaten eine deutliche Klärung stattfinden." Dass die ÖVP entweder Gerhard Zeiler (RTL) oder Georg Kofler (PRO 7) als neuen ORF-General akzeptieren könnten, beantwortet Vizekanzler Pröll so: "Spekulationen tun nichts zur Sache. Es geht um die Frage, wer hat die Situation zu verantworten, was sind die Zukunftspläne und dann: wer kann sie umsetzen."

"Der ORF ist im Medienteich eher wie ein Karpfen und weniger wie ein Hecht unterwegs."

Zur Koalition und zum wirtschaftspolitischen Krisenjahr 2009 gibt sich Finanzminister Josef Pröll im NEWS-Gespräch optimistisch: "Wir haben ein Niveau der Zusammenarbeit mit der SPÖ, das optimistisch macht, die Krise zu bewältigen." Nicht bestätigen wollte Josef Pröll das jüngste Gerücht aus der Koalition, dass er sich mit der SPÖ bereits auf Wilhelm Molterer als nächsten EU-Kommissar Österreichs geeinigt hätte.

Lesen Sie die ganze Story im NEWS 03/09!

14.1.2009 23:04