NEWS-Interview: Van der Bellen über die österreichischen "Würschtelpolitiker"
- 'Man darf die EU kritisieren, aber sie ist unverzichtbar'
- Altparteichef leidet unter der Gusenbauer-Nostalgie

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Der scheidende Grünenchef Alexander Van der Bellen kritisiert in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS, dass "jeder, der nicht sieht, dass wir zur Lösung unserer Probleme Europa brauchen, ein hoffnungsloser Würschtelpolitiker ist." Nur solange man im ersten Satz sage, dass die EU unverzichtbar sei, dürfe man die EU im zweiten Satz kritisieren.
Van der Bellen rechnet mit einem schwierigen Jahr für die Grünen: "In Zeiten der Krise könnten sich alle um Bundeskanzler Werner Faymann scharen, weil er die Macht verkörpert. Quasi ein Galtür-Effekt."
An Faymann richtet er den Appell, sich zu überlegen, "wie glaubhaft es ist, wenn er eine Koalition mit der FPÖ ablehnt, seine Länderchefs damit aber kein Problem haben". Die Grünen seien in dieser Hinsicht als einzige Partei standhaft und "tragen diesen provinziellen Mief nicht mit sich", so Van der Bellen im NEWS-Interview.
Der Altparteichef meint weiters, er persönlich leide unter einer starken Gusenbauer-Nostalgie. "Die SPÖ wird noch bitter bereuen, dass sie sich darauf eingelassen hat, sämtliche Intellektuelle und Künstler zu vergrämen", warnt Van der Bellen.
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