Die Kaviar-Imbissstube: Herbert Hacker über das Al Pescatore in Grödig bei Salzburg
- Walter Grüll bietet Delikatessen und tolle Menüs
- Wer hier nicht sofort verkostet ist selber schuld

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Das Al Pescatore in Grödig etwas südlich von Salzburg ist alles andere als ein herkömmliches Fischgeschäft. Auf den ersten Blick wirkt es zwar wie eine einfache Fischbude in Norddeutschland - mit Kieler Sprotten und Salzheringen. In Wirklichkeit aber werden hier unter anderem Delikatessen von rarer Güte verkauft.
Inhaber und Fischzüchter Walter Grüll ist nämlich Kaviarproduzent. Weltweit gibt es nur zwölf Störzüchter. Einer davon ist Grüll. Sein Kaviar von der Störart "Sterlet" ist mindestens so gut wie jener der russischen und iranischen Konkurrenz. Ganz zu schweigen von seinem weißen Kaviar vom Albinostör - die teuerste und erlesenste Delikatesse der Welt. Die gesamte Weltmarktproduktion beträgt nur acht Kilo. Der Preis bei Grüll: 16.000 Euro pro Kilo.
So tief muss allerdings nicht jeder in die Tasche greifen, der im Al Pescatore vorbeischaut. Denn Grülls Fischladen ist auch eine Art Imbisslokal mit hervorragenden Mittagsgerichten zu günstigen Preisen. Als Vorspeise bietet er etwa herrliche selbst gemachte Terrinen, Pasteten und eine Reihe von slebst geräucherten Fischen an - meist Lachs oder Stör. Und sein großartiger Stör wird, so gerade vorhanden, auch vorsichtig herausfrittiert oder gebacken - wo bekommt man das schon.
Und natürlich ist da noch jenes Produkt, für das Grüll unter Gourmets und Spitzenköchen längst bekannt ist: sein gottvoller Kaviar, der preislich wesentlich günstiger ist als alles, was aus Russland oder dem Iran (meist illegal) auf den Markt kommt.
Wer den nicht gleich an Ort und Stelle verkostet, ist eigentlich selber schuld.
Name: Al Pescatore
Adresse: 5082 Grödig, Neue-Heimat-Str. 13, Tel.: 06246/75492
Öffnungszeiten: 8.30-13 und 15-18 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr
Preis: Hauptspeisen bis 12 Euro; Kaviar nach Vereinbarung
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