Influenza-Virus hat Österreich fest im Griff: Grippewelle-Höhepunkt in rund vier Wochen
- In Wien wurden bisher 1.100 Erkrankte gemeldet
- Besonders gefährdet sind chronisch Kranke über 50

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Die Grippewelle hat Österreich erfasst, fast alle Bundesländer sind vom Influenza-Virus im gleichen Ausmaß betroffen, sagte die Wiener Virologin Monika Redlberger-Fritz. Laut bisherigen Erfahrungswerten dürfte der Höhepunkt der Epidemie in drei bis vier Wochen erreicht werden. Das derzeit grassierende Influenza-Virus der Type A ist bekannt dafür, dass es eine schwere Form der Erkrankung zur Folge hat.
"Betroffene sind mindestens eine Woche wirklich krank", meinte Redlberger-Fritz. Bis man sich davon anschließend vollständig erholt, kann es Wochen dauern. Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und ist mit starken Kopf- und Gliederschmerzen und trockenem Husten verbunden. Im Vergleich zu einer Erkältung handelt es sich bei der Grippe um eine viel ernsthaftere Erkrankung.
Der Zeitpunkt des Auftretens mit Anfang Jänner sei für das Virus typisch. Das Ende der Weihnachtsferien, wenn Kinder wieder die Schulbank drücken und Studenten auf die Unis zurückkehren, bringe den Motor für die Ausbreitung zusätzlich in Schwung, sagte die Virologin. In Wien wurden bisher 1.100 Erkrankte gemeldet, die Dunkelziffer dürfte laut Redlberger-Fritz aber weit größer sein. Genaue Zahlen aus den Bundesländern werden für nächste Woche erwartet.
Besonders gefährdet sind chronisch Kranke und Menschen über 50 Jahre. In Österreich erkranken jährlich zwischen 300.000 und 400.000 Menschen an der Grippe, bis zu 3.000 sterben an ihren Folgen, darauf hat Michael Kunze vom Institut für Sozialmedizin in Wien hingewiesen.
Da sich das Virus durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen (Husten oder Niesen und Kontakt mit infizierten Oberflächen) leicht übertragen lässt, sei die Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Menschenansammlungen besonders hoch.
Eine Impfung mache aber laut Redlberger-Fritz immer noch Sinn, sofern man noch gesund ist. Die Grippewelle hat erst begonnen und wird noch acht bis zwölf Wochen andauern. Wird die Krankheit nicht behandelt, können bei allen Patienten Komplikationen wie Lungen- oder Herzmuskelentzündung auftreten.
In jedem Fall sollte der Arzt kontaktiert werden, weil eine Grippe die Gesundheit empfindlich beeinträchtigen kann. Eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten greift das Virus gezielt an, verkürzt die Krankheitsdauer und verringert das Risiko gefährlicherer Komplikationen. (apa/red)
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