Generation 50plus ist digital total auf Zack:
Persönlicher Nutzen steht im Vordergrund
- Studie ortet bereits 71% der Senioren im Internet
- Handygebrauch nur für Telefonie. SMS ungenutzt
·Zuwachs an "Silver Surfern" in Österreich
Immer mehr ältere Leute haben Internet-Anschluss
·Auch Senioren haben Spaß am Computer
Spiele für viele Deutsche ein beliebter Zeitvertreib
·Gehirnjogging vor dem Bildschirm boomt
KLICK: Gedächtnis wird durch PC-Spiele trainiert
·Inhalte wichtiger als hohe Bandbreiten
Studie: 2010 bis zu 90 Prozent Breitband-User

Wer bislang angenommen hat, dass Menschen der Generation 50plus sich nur sehr eingeschränkt für Produkte der Unterhaltungselektronik begeistern können, wird nun durch eine gemeinsame Untersuchung der Consumer Electronics Association (CEA) und des US-Marktforschungsinstituts TNS Compete eines Besseren belehrt. So stellte sich im Rahmen einer Befragung von insgesamt 3.135 US-Bürgern heraus, dass rund 80 Prozent der über 60-Jährigen innerhalb der letzten Woche vor dem Interview ein Mobiltelefon genutzt haben. Das ist ein Wert, der im Vergleich nahezu der Nutzungsrate entspricht, die sich in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen findet.
Auch in punkto Internetnutzung liegt die ältere Generation bei weitem nicht so weit abgeschlagen wie allgemein vermutet. Rund 71 Prozent der befragten über 60-Jährigen und 52 Prozent der über 70-Jährigen gaben an, innerhalb der vergangenen Woche eine Suchmaschine im Web genutzt zu haben. Bei den 18- bis 34-Jährigen liegt der Vergleichswert bei 77 Prozent.
Persönlicher Nutzen auschlaggebend
"Es ist eine weit verbreitete Fehleinschätzung, dass die Generation 50plus sich nicht für neue Unterhaltungstechnologien interessiert", stellt Gerlinde Zehetner, Geschäftsführerin des österreichischen Unternehmens seniormedia marketing, fest. Seit Oktober 2003 ist Zehetner an der Initiative seniorkom.at beteiligt, der es in erster Linie darum geht, älteren Menschen den Einstieg in das Internet zu erleichtern. "Natürlich gibt es aber genauso Leute, die sich nicht mehr für die neue Technik begeistern können", räumt Zehnetner ein. Entscheidender Aspekt hierbei sei, ob die Senioren das Gefühl haben, dass ihnen beispielsweise das Internet oder das Handy persönlich von Nutzen sein kann. "Das Internet bietet in dieser Hinsicht einen echten Mehrwert, da es älteren Menschen nicht nur die Kommunikation und das Kennenlernen neuer Leute erleichtert, sondern auch noch einen gewissen Spaßfaktor mitbringt", fasst Zehetner zusammen.
Mobiltelefon fester Bestandteil im Seniorenalltag
Neben dem Internet sei vor allem das Mobiltelefon in den Kreisen der Generation 50plus enorm gefragt. "Die Handynutzung bei den Senioren ist ausgesprochen stark. Ich kenne keinen aus dieser Altersgruppe, der kein entsprechendes Gerät besitzt", betont Zehetner. Im Gegensatz zum Internet, wo vielfach der Spaß an der Sache die vordergründige Motivation für ältere Nutzer sei, sei beim Mobiltelefon eher der praktische Nutzen ausschlaggebend. "Ein Handy trägt auch zur eigenen Sicherheit der Senioren bei. Aus meiner Praxiserfahrung heraus weiß ich, dass viele Angehörige es ausdrücklich wünschen, dass ihre Großeltern zu jeder Zeit telefonisch erreichbar sind", erläutert Zehetner. Dabei stehe allerdings fast ausschließlich das reine Telefonieren im Vordergrund, Funktionen wie SMS oder MMS würden von der älteren Generation nur eher selten genutzt. "Trotz einiger technischer Verbesserungen sollte aber noch mehr Unterhaltungselektronik entwickelt werden, die auf die speziellen Bedürfnisse der Senioren Rücksicht nimmt", so Zehetner abschließend. (pte/red)
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