Opel kämpft mit starkem Absatzeinbruch: Verkauf sackte '08 um über zehn Prozent ab
- GM brachte 6,5 Prozent weniger Autos an den Mann
- Noch härter traf es Saab: Über 40 Prozent Einbußen

·BMW: Seit 15 Jahren
erster Absatzrückgang
Einbruch um ein Viertel allein im Dezember
·Autogipfel bringt flexiblere Kurzarbeit
Sozialpartner sollen Details ausverhandeln
Der deutsche Autobauer Opel hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Absatzeinbruch erlebt. Wie der Mutterkonzern General Motors (GM) am Freitag in Zürich berichtete, verkauften Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im abgelaufenen Jahr insgesamt 1,458.769 Autos, 10,5 Prozent weniger als 2007. Im Dezember sei der Absatz um 16,1 Prozent auf 104.047 Autos zurückgegangen.
Deutlich härter traf es die ebenfalls zu GM gehörende Marke Saab, deren Absatz im vergangenen Jahr um 21,9 Prozent auf 66.582 Fahrzeuge einbrach. Allein im Dezember ging der Saab-Absatz um 41,4 Prozent zurück. Zulegen konnte dagegen im Gesamtjahr die Marke Chevrolet, die in Europa ein Absatzplus von 10,7 Prozent verzeichnete und erstmals mehr als eine halbe Mio. Autos verkaufte. Allerdings wurde im Dezember auch Chevrolet von der Krise auf dem Automarkt erfasst. Die Marke verkaufte 3,9 Prozent weniger Autos in Europa.
Gutes Ergebnis in schwierigen Zeiten
"Dies ist ein gutes Ergebnis in schwierigen Zeiten", sagte GM-Europachef Carl-Peter Forster. Es stimme optimistisch, dass es allen GM-Marken gemeinsam gelungen sei, erneut mehr als zwei Mio. Fahrzeuge in Europa zu verkaufen. Alle Konzernmarken setzten 2008 in Europa insgesamt 2,040.533 Autos ab, 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Strategie, auf ein Wachstum in Mittel- und Osteuropa zu setzen, habe sich bewährt, sagte Forster. Nach Angaben des Konzerns konnte Opel in Osteuropa 2008 insgesamt 257.000 Fahrzeuge verkaufen, 41 Prozent mehr als noch im Vorjahr. (apa/red)

