Jeder dritte Haushalt heizt mit Gas: Noch vor Fernwärme & Heizöl häufigste Heizart
- Bis zu 40 Prozent entfallen auf Warmwasser & Kochen
- Dreimonatige Versorgungssicherheit für Privatkunden

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Jeder dritte Haushalt in Österreich - insgesamt eine Million - heizt mit Erdgas. Damit ist Gas noch vor Fernwärme, Heizöl und Holz die häufigste Art der Heizung im Land. Durch den russisch-ukrainischen Gaskonflikt sollen die heimischen Privatverbraucher nicht betroffen sein: Ihnen wird durch die Vorräte der Gasspeicher und die Inlandsförderung eine dreimonatige Versorgungssicherheit versprochen.
Von den rund 3,51 Millionen heimischen Hauptwohnsitz-Haushalten haben 2006 laut Mikrozensus-Erhebung 1,001 Mio. mit Erdgas geheizt, davon 912.296 mit einer Zentralheizung (oder einem gleichwertigen Gasgerät) und 88.737 mit einem Gaskonvektor. Heizöl (oder Flüssiggas) kam in 865.327 Wohnungen zum Einsatz, 803.968 wurden durch Fernwärme beheizt, 681.616 mit Holz, Hackschnitzel, Pellets oder Holzbriketts.
30 Prozent setzen auf Erdgas
Mit elektrischem Strom wurden 84.726 Wohnungen beheizt, 38.293 mit Kohle, Koks, Briketts sowie 35.486 mit Solarenergie oder Wärmepumpen, geht aus den Daten der Statistik Austria weiters hervor. Der Anteil der mit Erdgas beheizten Wohnungen ist von 2004 bis 2006 leicht gesunken, zwei Jahre vorher waren es 1,022 von 3,430 Mio. Haushalten. Einen stärkeren Rückgang gab es bei Kohle/Koks/Briketts sowie Strom. Deutlich gestiegen ist der Einsatz von Fernwärme, ein leichtes Plus gab es in dem 2-Jahres-Abstand bei Holzheizungen.
Bis zu 40 Prozent für Warmwasser & Kochen
In Haushalten mit Gasheizung entfällt laut einer Fallstudie der Statistik Austria von 2006 zwischen 10 und 40 Prozent des Gasverbrauchs nicht aufs Heizen, sondern auf Warmwasser und das Kochen - abhängig von der Haushaltsgröße und der Anzahl der Bewohner: Je kleiner die Wohnung ist bzw. je mehr Menschen darin leben, desto geringer ist der Anteil des Gasverbrauchs, der auf Heizen entfällt.
2007 haben die Haushalte etwa 1,5 Mrd. m3 Erdgas oder rund 18 Prozent der insgesamt 8,2 Mrd. m3 Bruttoinlandsverbrauch verwendet. 2,75 Mrd. m3 oder 34 Prozent nutzte die Sachgüterproduktion und 2,5 Mrd. m3 oder 31 Prozent gingen für die Erzeugung von Strom oder Fernwärme in den heimischen Kraftwerken auf. Der Dienstleistungssektor benötigte 0,6 Mrd. m3, etwa ebenso viel wie der Eigenverbrauch des Energiesektors. (apa/red)

