Russisch-ukrainischer Gasstreit in heißer Phase: Konzernchefs am Verhandlungstisch
- Europaversorgung soll bald wiederhergestellt werden
- Entscheidung möglicherweise bereits heute Abend

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Auch in Serbien müssen rund 80.000 Leute frieren
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Rufe nach Ausbau der Wasserkraft werden laut
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im Gasstreit Härte
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Haushalte benötigen
nur knapp ein Fünftel
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Täglicher Verbrauch soll nun fast halbiert werden
Die Verhandlungen zur Lösung des russisch-ukrainischen Gas-Streits sind in Brüssel in die entscheidende Phase gegangen. Nach Beratungen bei der EU-Kommission und im EU-Parlament trafen die Chefs der streitenden Gaskonzerne aus Russland und der Ukraine zu einem Gespräch zusammen. Der russische Gaskonzern Gazprom will nun offenbar die Gas-Lieferung nach Europa rasch wieder herstellen.
Voraussetzung dafür sei aber, dass EU-Beobachter an den Pipelines in der Ukraine den Gas-Fluss überwachen, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller in Brüssel. Auch von der ukrainischen Seite gab es positive Rückmeldungen. "Möglicherweise werden wir heute Abend in Moskau die Verträge unterzeichnen", sagte der ukrainische Energie-Beauftragte Bogdan Sokolowski der am Rande der Verhandlungen. "Ich hoffe, dass es dazu kommt", fügte er hinzu.
Russische Initiative
Das Treffen sei auf russische Initiative zustande gekommen. Ein Naftogaz-Sprecher in Kiew hatte zuvor gesagt, das Treffen finde nicht statt.
Zuvor hatte die Ukraine höhere Gebühren für die Durchleitung russischen Erdgases in die Europäische Union gefordert. Die derzeitigen Entgelte reichten für ein ordnungsgemäßes Funktionieren des ukrainischen Leitungsbetreibers Naftogas nicht aus, sagte Sokolowski im EU-Parlament. Die EU-Kommission erklärte, die geplante Gruppe europäischer Beobachter im Gas-Streit werde am Freitag reisefertig sein. Die grundsätzliche Zustimmung von Russland und der Ukraine zu der EU-Mission liege vor.
Bei dem sensiblen Gespräch wollen die beiden Chefs der Energiekonzerne versuchen, den seit Neujahr andauernden Streit um die Gaslieferungen Russlands nach Europa durch die Ukraine zu lösen. Russland hatte die Lieferungen erst kürzlich komplett gestoppt.
(apa/red)

