Weltgrößter Stellenvermittler schrumpft:
Weitere Arbeitsplätze bei Adecco gefährdet
- Unternehmen erwartet 2009 negatives Wachstum
- Finanzkrise bescherte deutlichen Gewinnrückgang

Der weltgrößte Stellenvermittler Adecco rechnet mit einem schwierigen Geschäftsjahr: 2009 werde das Wachstum negativ sein, sagte Adecco-Chef Dieter Scheiff. Bereits zum Jahresende setzte der Arbeitskräftevermittler markant weniger um.
"Ende September lag unser organisches Wachstum für die Gruppe bei rund minus 8 Prozent. Wie erwartet hat sich dieser Trend im vierten Quartal deutlich verschärft", sagte Scheiff im Interview mit der "Handelszeitung". Das Unternehmen stelle sich auf zwei sehr anspruchsvolle Jahre ein.
Anfang November hatte Adecco einen Gewinnrückgang im dritten Quartal um rund einen Viertel auf 168 Mio. Euro bekanntgegeben. Der Umsatz reduzierte sich um 6 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro.
Weitere Stellen gefährdet
Die schwierige Situation gefährdet weitere Arbeitsplätze bei Adecco: "So wie der Umsatz sinkt, so werden wir die Kosten anpassen müssen und Personal abbauen", sagte Scheiff. Im Oktober hatte das Unternehmen bereits angekündigt, in Frankreich 600 Mitarbeitende zu streichen.
Für die fernere Zukunft bleibt Scheiff optimistisch: Mittelfristig könne er sich die angepeilten jährliche Wachstumsraten von 7 bis 9 Prozent durchaus vorstellen. Das Ziel einer Marge von 5 Prozent des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) habe Adecco im dritten Quartal 2008 erreicht, betonte Scheiff. (apa/red)

