Acht Österreicher in Bischofshofen dabei:
Spitzenreiter Loitzl wird Vierter in der Quali
- Trifft nun im KO-Duell auf Quali-Sieger Wassiljew
- Schlierenzauer & Ammann legten einen Ruhetag ein

Der Russe Dimitri Wassiljew hat in Bischofshofen die Qualifikation für den abschließenden Bewerb der Vierschanzen-Tournee für sich entschieden. Tournee-Leader Wolfgang Loitzl, der sich noch Reserven ließ, belegte als bester ÖSV-Springer hinter dem Dritten von Oberstdorf, Ex-Tournee-Sieger Anders Jacobsen aus Norwegen, und dem Deutschen Martin Schmitt Platz vier. Die beiden ersten Loitzl-Verfolger im Gesamtklassement, Simon Ammann und Gregor Schlierenzauer, verzichteten auf die Qualifikation sowie die beiden Trainingssprünge zuvor.
Loitzl, der bei 134 m landete und dafür 134,7 Punkte erhielt, zeigte sich mit seinem Quali-Auftritt zufrieden. "Ich bin guter Dinge und habe mich gut auf Schanze eingestellt", sagte Loitzl. "Ich hätte weiter springen können, habe das aber vermieden, um ein Duell mit den direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung zu vermeiden." Schlierenzauer bekommt es nun im K.o.-Springen mit Qualifikations-Sieger Wassiljew zu tun, Ammann trifft auf Jacobsen, der mit 137,5 m die Höchstweite markierte, aber aufgrund schlechterer Noten einen Zehntelpunkt Rückstand auf den Russen hatte.
"Es sind alle sehr gut vorbereitet. Mal schauen, wer die stärkeren Nerven hat", sagte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner, "Gregor wird alles auf eine Karte setzen, während Wolfgang weiter auf seine Konstanz setzen wird." Insgesamt acht Österreicher sind heute mit dabei.
Weltcup-Titelverteidiger Thomas Morgenstern reihte sich mit einem 130-m-Sprung auf Position acht ein. "Ich kann zufrieden sein", meinte der Doppel-Olympiasieger. Skiflug-Vizeweltmeister Martin Koch setzte bei 128,5 m auf, was dem Kärntner Rang zwölf einbrachte. "Ich habe mich noch nicht ganz im Griff, ich darf es einfach nicht erzwingen", meinte Koch.
Kofler abgeschlagen Team-Olympiasieger Andreas Kofler (55./116 m) sorgte für die negative Überraschung im ÖSV-Team und verpasste den Einzug in den K.o.-Bewerb. Lokalmatador Markus Eggenhofer (25.) hatte mit einem Sprung auf 124,5 m hingegen keine Probleme, sich für das 50er-Feld zu qualifizieren. Das gelang auch dem Oberösterreicher Daniel Lackner (42.), der auf 118 m kam.
Aus der nationalen Gruppe überzeugten Balthasar Schneider (122,5) als 28. und Bastian Kaltenböck (120,5) als 35., Manuel Fettner, Florian Schabereiter, Andreas Strolz und Roland Müller sind heute jedoch nicht mit dabei. Ex-Tournee-Sieger Adam Malysz (POL), der auch bei der Tournee nicht zu alter Stärke gefunden hatte, trat in Bischofshofen nicht mehr an.
| Qualifikation: | |||
| 1. | Dimitri Wassiljew | RUS | 138,6 Pkt. (137,0 m) |
| 2. | Anders Jacobsen | NOR | 138,5 (137,5) |
| 3. | Martin Schmitt | GER | 135,4 (135,5) |
| 4. | Wolfgang Loitzl | AUT | 134,7 (134,0) |
| 5. | Andreas Küttel | SUI | 132,2(134,0) |
| 6. | Anders Bardal | NOR | 129,0 (132,5) |
| 7. | Michael Neumayer | GER | 128,8 (133,5) |
| 8. | Thomas Morgenstern | AUT | 125,5 (130,0) |
| 9. | Stephan Hocke | GER | 123,6 (129,5) |
| 10. | Ville Larinto | FIN | 122,1(129,5) |
Weitere Österreicher:
| 12. | Martin Koch | 119,8 (128,5) |
| 25. | Markus Eggenhofer | 110,6 (124,5) |
| 28. | Balthasar Schneider | 106,5 (122,5) |
| 35. | Bastian Kaltenböck | 102,9 (120,5) |
| 42. | Daniel Lackner | 98,4 (118,0). |
Nicht qualifiziert, u.a.:
| 53. | Florian Schabereiter | 94,7 (116,5) |
| 54. | Manuel Fettner | 94,2 (116,5) |
| 55. | Andreas Kofler | 93,3 (116,0) |
| 57. | Andreas Strolz | 93,0 (115,0) |
| 62. | Roland Müller | 91,0 (115,0) |
Wichtigste K.o.-Duelle:
Kalle Keituri (FIN) - Eggenhofer,
Schneider - Matti Hautamäki (FIN),
Kaltenböck - Michael Uhrmann (GER),
Taku Takeuchi (JPN) - Koch,
Lackner - Hocke,
Maciej Kot (POL) Morgenstern,
Tobias Bogner (GER) - Loitzl,
Ammann - Jacobsen,
Schlierenzauer - Wassiljew.
(apa/red)
