Mittwoch, 7. Jänner 2009

Mosley möchte noch viel mehr einsparen:
FIA-Chef steigt auf Formel-1-Kostenbremse

  • Windkanalnutzung und Testkilometer reduzieren
  • Standardgetriebe und Vereinheitlichung der Motoren

Weltverbandschef Max Mosley will in der Formel 1 noch stärker auf die Kostenbremse treten. In einem Brief an die Teamvereinigung FOTA habe der Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA weitere Sparmaßnahmen gefordert, berichtete das Fachmagazin "auto, motor und sport" auf seiner Internetseite. Mosleys Plänen zufolge soll die Nutzung der Windkanäle sowie die Zahl der erlaubten Testkilometer weiter reduziert werden. Zudem soll die maximale Motoren-Drehzahl von 2010 an noch einmal verringert werden.

Bereits im Dezember hatten sich FIA und FOTA angesichts der Krise der Auto-Industrie und des Ausstiegs von Honda aus der Motorsport-Königsklasse auf einen drastischen Sparkurs geeinigt. Schon in dieser Saison sollen die zuletzt explodierenden Kosten so um rund 30 Prozent sinken. Mosley ist dies aber offensichtlich nicht genug. "Die Budgets müssen auf ein Maß reduziert werden, das von dem Geld bestritten werden kann, das die Teams von der FOM (Formula One Administration) bekommen", sagte Mosley. So will der FIA-Chef die Abhängigkeit der Rennställe von Herstellern und Milliardären wie dem österreichischen Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz verringern.

Weitere Einsparpotenziale sieht der Weltverband in der Einführung des bei Herstellern unbeliebten Standardgetriebes und einer weiteren Vereinheitlichung bei Motoren und Chassis. Dem Bericht zufolge brachte Mosley in dem an FOTA-Präsident und Ferrari-Chef Luca di Montezemolo adressierten Brief außerdem erneut eine Budget-Obergrenze ins Spiel.
(apa/red)

7.1.2009 15:49
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts