Sonntag, 11. Jänner 2009

Rallye Dakar auch 2010 in Südamerika:
Vorteile gegenüber Konkurrent Nordafrika

  • Argentinien und Chile wollen Dakar bei sich behalten
  • Rallye 2008 wegen Terrordrohung in Afrika abgesagt

Die Rallye Dakar könnte auch im kommenden Jahr wieder in Argentinien und Chile ausgetragen werden. Das deutete der Leiter der Dakar-Organisation, Etienne Lavigne, zur Halbzeit des Rennens, das heuer erstmals in Südamerika und nicht in Afrika ausgetragen wird, in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso an. "Ich würde einen Haufen Probleme bekommen, wenn wir nicht wiederkommen", sagte Lavigne.

Der Franzose schloss sogar eine dauerhafte Verlegung der Rallye, die seit 1979 ausgetragen wird, nach Südamerika nicht aus und hob die Begeisterung der Fahrer für die bisher zurückgelegte Strecke von Buenos Aires durch Patagonien und über die Anden nach Chile hervor. Außerdem sei die Übertragung von Fernsehbildern einfacher als in Afrika. 2008 hatte die Rallye wegen Terrordrohungen in Nordafrika kurzfristig abgesagt werden müssen.

Die Andeutungen Lavignes bestätigte der chilenische Regierungssprecher Francisco Vidal. Sein Land habe ebenso wie Argentinien bereits die Bedingungen des Organisationskomitees akzeptiert, darunter die Übernahme eines größeren Teils der Kosten. Das sei gerechtfertigt, weil die Rallye einen großen Werbewert für beide Länder darstelle. Auch die Bevölkerung hat bereits ihre Begeisterung für die Rallye unter Beweis gestellt.

(apa/red)

11.1.2009 11:01