Freitag, 9. Jänner 2009

Adelboden als Kitzbühel im Riesentorlauf:
Schweizer Ort verspricht tolle Atmosphäre

  • Insgesamt an zwei Tagen 40.000 Zuseher erwartet
  • Formel 1 in der "Boxenstraße" in Adelboden vertreten

Was Kitzbühel für die Abfahrer und Schladming für die Slalom-Läufer darstellt, ist Adelboden für die Riesentorlauf-Asse. Das Chuenisbärgli im Berner Oberland steht für eine hohe sportliche Herausforderung und für eine sensationelle Atmosphäre. Die Veranstalter erwarten für den Schweizer Klassiker am Samstag strahlenden Sonnenschein und 25.000 Fans, das wäre neuer Rekord im sonst so beschaulichen 3.600-Einwohner-Bergdörfchen.

Die bisherige Bestmarke war vergangenes Jahr aufgestellt worden, beim Schweizer Heimsieg von Marc Berthod hatten am 5. Jänner 2008 entlang der Strecke und im Zielraum 23.500 begeisterte Zuschauer mitgefiebert. Beim Slalom-Triumph von Mario Matt einen Tag später waren 11.000 Fans gezählt worden, diesmal könnten es bis zu 15.000 werden. Damit würde man an den beiden Renntagen auf insgesamt rund 40.000 Besucher kommen.

Der Vorverkauf für die Rennen, die im Weltcup seit 1967 ausgetragen werden, verlief so gut wie nie zuvor, die Karten für die 4.300 Menschen fassende, extrem steile Tribüne im Hexenkessel Zielstadion waren laut OK-Team diesmal bereits Ende August ausverkauft gewesen. Auch abseits der Haupttribüne wurden via Vorverkauf dreimal so viele Tickets wie 2008 abgesetzt.

Neu am Gipfel der spektakulären, 18 Meter hohen Tribüne ist die Sky Lounge, in der oberhalb der TV-Kommentatoren-Plätze rund 200 VIPs Platz finden werden. Seinen Besuch angekündigt hat u.a. der in der Schweiz lebende deutsche Formel-1-Pilot Nick Heidfeld.

"Boxenstraße" in Adelboden
Apropos Formel 1, eingeleitet wurde das Spektakel bereits mit der sogenannten "Boxenstraße" auf der Dorfstraße in Adelboden. Fast in Formel-1-Manier präsentieren sich dort diverse Skifirmen mit Ständen, bei denen auch einige der Skistars fleißig Autogramme schreiben. Auch die abendliche Startnummernauslosung auf dem Märitplatz hat es traditionell in sich, so werden die Topathleten nicht normal auf die Bühne gebeten, sondern werden über die Köpfe der Zuschauer hinweg dorthin abgeseilt.

Die Rennen haben sich längst auch zu einem wirtschaftlich entscheidenden Event der Region entwickelt, das Rennbudget ist mittlerweile auf 2,6 Mio. Schweizer Franken (1,74 Mio. Euro) gestiegen. Die Sieger der beiden Rennen erhalten jeweils 40.000 Franken (26.772 Euro).

Die Bedingungen in Adelboden sind laut Rennleiter Hans Pieren bestens. Der ehemalige Weltklasse-Pilot und nunmehrige FIS-Renndirektor erklärte die Strecke mit den klingenden Passagen wie Kanonenrohr oder Schnittenmedli für "eingespritzt und rennbereit".
(apa/red)

9.1.2009 12:25