Freitag, 9. Jänner 2009

Motorsport erlebt einen Exodus Japans:
Nun steigt auch Kawasaki aus MotoGP aus

  • Honda, Subaru und Suzuki früh auf der Bremse
  • Wirtschaftskrise zwingt Japans Hersteller zu Rückzug

Seit Wochen wurde es angekündigt, nun ist es offiziell: Der japanische Motorrad-Hersteller Kawasaki steigt wegen der Welt-Wirtschaftskrise mit sofortiger Wirkung aus der "Königsklasse" MotoGP aus. Damit haben bisher vier japanische Hersteller ihre Aktivitäten im Motorsport drastisch zurückgeschraubt. Honda hatte Anfang Dezember seinen Ausstieg aus der Formel 1 bekanntgegeben. Subaru und Suzuki ließen nur wenig später verlautbaren, dass sie ihre Programme in der Rallye-Weltmeisterschaft stoppen.

"Kawasaki wird sein Engagement in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2009 beenden", teilte die Unternehmensgruppe Kawasaki Heavy Industries Ltd., die seit 2003 im MotoGP aktiv war, am Freitag mit. "Infolge der Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise müssen wir unsere Geschäftsstrukturen neu bewerten." Honda, Yamaha und Suzuki wollen dagegen im Motorrad-Zirkus vorerst weitermachen.

Im Motorradsport verlieren damit John Hopkins, Jamie Hacking und Anthony West ihre Maschinen. Auch Marco Melandri, der 2002 als jüngster Fahrer der Geschichte den WM-Titel in der 250-ccm-Klasse gewann, muss sich nun neu orientieren. Er hatte nach der vergangenen, katastrophalen Saison seinen noch bis 2009 laufenden Vertrag mit Ducati vorzeitig aufgelöst und wollte bei Kawasaki einen Neuanfang starten.
(apa/red)

9.1.2009 17:06