Zivilbevölkerung in großer Gefahr: Israel soll umstrittene Phosphorgranaten einsetzen
- HUman Rights Watch hat Explosionen beobachtet

Die israelische Artillerie soll bei ihrem Beschuss des Gazastreifens auch Phosphorgranaten eingesetzt haben. Nach Angaben von Palästinensern wurden diese auf den nördlichen Grenzort Chusa abgefeuert. Dabei seien eine Frau getötet und 50 weitere Menschen verletzt worden, teilten Krankenhausmitarbeiter mit. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch bestätigte, sie haben den Abschuss von Phosphorgranaten im Umkreis der Flüchtlingssiedlung Jebalija beobachtet.
Der Rauch der nach den Granatexplosionen aufgestiegen sei, habe eindeutig auf diese potenziell tödliche Substanz hingewiesen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung der Organisation, die in Jerusalem verbreitet wurde. Die israelische Regierung wurde aufgefordert, solche Waffen in den bevölkerungsdichten Gebieten des Gazastreifens keinesfalls zu verwenden.
Über etwaige Opfer konnte Human Rights Watch nichts sagen, da Israel die Mitglieder der Gruppe nicht zu Recherchen in den Gazastreifen ausreisen ließ. Phosphorgranaten können Flächenbrände auslösen und die Haut von Menschen schwer verbrennen. Die israelischen Streitkräfte äußerten sich nicht direkt zu den Vorwürfen. Militärsprecherin Avital Leibovitsch erklärte lediglich, die Truppen setzten Waffen im Einklang mit dem Völkerrecht ein.
(apa/red)
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