Freitag, 9. Jänner 2009

Fünf Österreicher vor dem Krieg gerettet:
Spindelegger ist zeigt sich "sehr erleichtert"

  • Insgesamt wurden 100 Bürger der EU evakuiert
  • Über Jordanien werden sie in ihre Zielländer gebracht

Während der Feuerpause hat Israel 220 Palästinensern mit ausländischen Pässen die Ausreise aus dem Gazastreifen erlaubt. Darunter waren nach Angaben eines Armeesprechers zahlreiche Bürger aus EU-Ländern. Nach Verlassen des Gazastreifens seien die Menschen von Botschaftsmitarbeitern nach Jordanien gebracht worden. Von dort aus sollten sie in ihre jeweiligen Zielländer reisen.

Unter den Ausreisenden befand sich auch eine fünfköpfige österreichische Familie. "Ich bin sehr erleichtert, dass die Evakuierung im zweiten Anlauf erfolgreich verlaufen ist", teilte Außenminister Michael Spindelegger mit. Die Österreicher verließen den Gazastreifen über den im Norden gelegenen Erez-Checkpoint.

Komplizierte Evakuierung
"Unser Dank gilt unseren europäischen Partnern, insbesondere Deutschland, der EU-Kommission und der EU-Präsidentschaft, mit denen wir diese schwierige Evakuierungsaktion koordiniert haben. Von zentraler Bedeutung war auch die Unterstützung Kanadas und des internationalen Komitees des Roten Kreuzes, aber auch der israelischen Behörden, die die Ausreise trotz der laufenden Kampfhandlungen möglich gemacht haben", sagte der Außenminister. Er dankte weiters den Mitarbeitern der Botschaft in Tel Aviv, die mit großem Einsatz die Evakuierung der österreichischen Doppelbürger geplant und begleitet hat.

Die fünf Österreicher werden nun in Begleitung von Mitarbeitern der Botschaft in einem Bus der Europäischen Union zur jordanisch-israelischen Grenze begleitet und von dort über Amman die Rückreise nach Österreich antreten. Spindelegger betonte, die Botschaft in Tel Aviv werde gemeinsam mit ihren internationalen Partnern ihre Bemühungen um die Evakuierung zweier weiterer ausreisewilliger österreichischer Familien aus dem Gazastreifen fortsetzen.
(apa/red)

9.1.2009 10:04