Donnerstag, 8. Jänner 2009

Diplomatie im Nahen Osten in Sackgasse: Israelisch-ägyptische Gespräche ergebnislos

  • Israel reagierte nicht auf ägyptische Initiative
  • Mubarak und Sarkozy legten Plan für Feuerpause vor

Ein Gespräch zwischen israelischen und ägyptischen Regierungsvertretern über den Waffenruhe-Plan von Präsident Mubarak ist ohne erkennbare Ergebnisse zu Ende gegangen. "Ägypten hat von Israel keine Antwort auf die ägyptische Initiative erhalten", so das ägyptischen Außenministeriums.

Nach seiner Heimkehr informierte der israelische Gesandte General Gilad den amtierenden Ministerpräsidenten Olmert und andere Regierungsmitglieder über die Gespräche. Die Zeitung "Jerusalem Post" berichtete im Internet unter Berufung auf Regierungskreise, Israel fordere von Ägypten Garantien für einen Stopp des Waffenschmuggels in den Gazastreifen. Sollte die Waffenruhe nicht verwirklicht werden, sei Israel zu einer neuen Eskalation der Angriffe im Gazastreifen bereit, hieß es.

Plan für Feuerpause
Mubarak hatte gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Sarkozy einen Plan vorgelegt, der eine humanitäre Feuerpause, eine Aussöhnung zwischen den rivalisierenden Palästinenserfraktionen und eine dauerhafte Waffenruhe vorsieht. Diese soll mit einer Öffnung der Grenzübergänge einhergehen.

(apa/red)

8.1.2009 22:02