Mubaraks Vorschlag lässt weiter hoffen:
Israel begrüßt Ägyptens Plan mit Vorbehalte
- Paris und Kairo erarbeiteten gemeinsam Vorschlag
- Hams zeigt sich jedoch noch immer zurückhaltend

·Mubaraks Plan für den Waffenstillstand
Ägypten und Frankreichs Vorschlag im Wortlaut
·Gaza muss in Angst und Schrecken leben
Durch Bodenoffensive drohen viele zivile Opfer
·Hamas kündigt jetzt weltweit Vergeltung an
Organisation gibt sich weiterhin siegessicher
·Umstrittene Waffen in Gaza eingesetzt
Israels Armee verwendet Phosphor-Granaten
·BILDER von Trauer und Wut aus Nahost
Verheerende Opferbilanz nach Luft- & Bodenkampf
Israel hat einen Vorschlag Frankreichs und Ägyptens über ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen unter Vorbehalt begrüßt. Regierungssprecher Mark Regev sagte, Israel könne den Vorschlag annehmen, wenn er das "feindliche Feuer" aus dem Gazastreifen beende und Maßnahmen vorsehe, die die palästinensische Hamas an einer Wiederbewaffnung hinderten. Die Hamas-Exilführung will die Vorschläge prüfen.
Israel und die palästinensische Regierung von Präsident Abbas haben nach Angaben des französischen Präsidenten Sarkozy den französisch-ägyptischen Plan für einen Waffenstillstand im Gazastreifen akzeptiert. Sarkozy sei darüber sehr erfreut und rufe dazu auf, den vom ägyptischen Staatschef Mubarak vorgelegten Plan so schnell wie möglich umzusetzen, hieß es in einer Erklärung des Élysée-Palastes in Paris.
Kein dauerhafter Frieden
Einen dauerhaften Waffenstillstand lehnt die Hamas-Organisation ab, solange die israelische Okkupation palästinensischer Gebiete nicht beendet sei. Es werde keine Gespräche über einen permanenten Waffenstillstand geben, sagte der stellvertretende Leiter des Politischen Büros der Hamas, Mussa Abu Marzouk.
Die Abbas-Regierung, die nur im Westjordanland Einfluss hat, ist in die Auseinandersetzung um den Gazastreifen nur indirekt involviert. Abbas, dessen reguläre Amtszeit abläuft, hatte sich mit einem dramatischen Appell an den UNO-Sicherheitsrat in New York gewandt. Er hatte nach Gesprächen mit Sarkozy in Ramallah erklärt: "Wir werden nicht zustimmen, das Land mit Gewalt zu vereinigen, sondern nur durch Dialog. Wir wollen Hamas nicht zerstören und ihren Platz einnehmen".
Verhaltene Signale aus den USA
Die USA haben Interesse an dem von Frankreich und Ägypten vorgelegten Plan für eine Waffenruhe im Gazastreifen signalisiert, eine eindeutige Unterstützung für das Projekt aber vermieden. Präsidentensprecherin Dana Perino sagte am Mittwoch in Washington, ihre Regierung warte zunächst noch auf Informationen über die Details des Plans: "Die Israelis sind offen für das Vorhaben, aber sie wollen mehr darüber erfahren, ebenso wie wir." Außenministerin Condoleezza Rice berate bereits am UNO-Sitz in New York über die Einzelheiten des Plans, sagte Perino weiter.
Israel hat zuvor seine Militäraktionen im Gazastreifen am zwölften Tag zum ersten Mal unterbrochen. Die Streitkräfte beschlossen, ihre Angriffe aus humanitären Gründen für drei Stunden einzustellen. Die Palästinenserorganisation Hamas will die Feuerpause ebenfalls einhalten. Israel stimmte der Einrichtung eines "humanitären Korridors" zu, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu ermöglichen.
(apa/red)
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