Israel bombardiert wieder Gazastreifen:
Hamas reagiert darauf mit Raketenbeschuss
- Feuerpause wurde für Kauf von Lebensmittel genutzt
- 80 Lastwagen lieferten Hilfsgüter in den Gazastreifen

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Verheerende Opferbilanz nach Luft- & Bodenkampf
Nach einer dreistündigen Feuerpause hat Israel seine Angriffe in Gaza Augenzeugen zufolge wieder aufgenommen. In Seitun, einem Viertel von Gaza, seien bei einem Bombardement der israelischen Armee zwei Menschen getötet worden. Israel hatte die Angriffe in der Gegend um Gaza aus "humanitären Gründen" zwischen zuvor unterbrochen.
Die Bewohner von Gaza nutzten die Feuerpause, um sich nach den vorangegangenen heftigen Gefechten mit Lebensmitteln zu versorgen. Es herrschte ein gewaltiger Ansturm vor allem auf Apotheken, Gemischtwarenläden und Gemüsegeschäfte. Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers sollte die Feuerpause außerdem Hilfslieferungen in den Gazastreifen und die Arbeit der Hilfsorganisationen vor Ort erleichtern. 80 Lastwagen sollten demnach Hilfsgüter und Treibstoff nach Gaza transportieren.
Raketen auf Israel
Nach Ende der Feuerpause wurden aus dem Gazastreifen auch wieder Raketen auf Israel abgeschossen. Zwei Raketen seien auf die Stadt Beersheba gefeuert worden, teilte die israelische Armee mit. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden.
Während der israelischen Feuerpause wurde demnach eine Rakete auf Ashkelon abgeschossen, die Sachschaden anrichtete. Die Hamas hatte angekündigt, sie wolle während der von Israel verkündeten Feuerpause keine Raketen abfeuern. Er gehe davon aus, dass die Raketenangriffe in dieser Zeit unterblieben, ließ Mussa Abu Marsuk, ein Mitglied des Hamas-Politbüros, in Damaskus erklären.
Zahl der Todesopfer gestiegen
Die Zahl der Todesopfer bei dem zwölftägigen Militäreinsatz Israels im Gazastreifen ist auf 700 gestiegen. Wie die palästinensische Gesundheitsbehörde am Mittwoch in Gaza mitteilte, wurden weitere 3100 Palästinenser verletzt. Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung der humanitären Hilfe (OCHA) handelt es sich bei der Hälfte aller Todesopfer um Frauen sowie Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren.
(apa/red)
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