Hunderte fordern "Lasst Gaza leben": Solidaritäts-Demo vor der UNO-City in Wien
- Teilnehmer hofften auf Hilfe der Staatengemeinschaft
·Gaza muss in Angst und Schrecken leben
Durch Bodenoffensive drohen viele zivile Opfer
·Schwere Kämpfe aus Gaza-Stadt gemeldet
Olmert verweigert diplomatische Avancen
·Tod und Verzweiflung
beherrschen Gaza
Krankenhäuser sind vollkommen überfüllt

In Wien ist es erneut zu lautstarken Protestkundgebungen gegen die israelische Offensive im Gazastreifen gekommen. Bei klirrender Kälte fanden sich mehrere hundert Männer, Frauen und Kinder vor der Wiener UNO-City ein, um unter dem Motto "Lasst Gaza leben" mit Transparenten und in Sprechchören Israel anzuklagen und Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft einzufordern.
Die Kundgebung mit rund 700 Teilnehmern verlief ruhig, die Polizei hatte aber mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften auch für eine wesentlich größere Demo vorgesorgt. Die Demonstranten wollten auch eine Petition der eigenen Angaben zufolge insgesamt bereits 85 an der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" beteiligten Organisationen an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon übergeben.
Begleitet von Sprechchören wie "Kindermörder Israel" oder "Menschenrechte für Alle", schwenkten Erwachsene wie Kinder vor dem Eingang zum Wiener UNO-Hauptquartier großformatige Bilder von verstümmelten Leichen, verletzten, blutenden und weinenden Kindern im Gazastreifen.
"Die israelische Regierung wird, wie zuvor im Libanon-Krieg 2006, ihre Ziele nicht erreichen", erklärte Tarafa Baghajati, Sprecher der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" dazu in einer Aussendung. "Die Chance auf Frieden in der Region wird durch die Militäroperation in weite Ferne gerückt." Die EU-Staaten forderte er auf, "sich auf die Seite des Völkerrechtes zu stellen und diese Verletzung des Völkerrechtes eindeutig zu verurteilen."
Österreich komme als nunmehriges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates für die Initiative eine besondere Rolle zu. "Wir fordern die österreichische Regierung auf, diese Verantwortung zu übernehmen", forderte Baghajati. "Das Töten von Hunderten Menschen ist ein Massaker gegen die Bevölkerung in Gaza und muss daher eindeutig verurteilt werden." "Keinesfalls", betonte er aber, "darf dieser Konflikt zu Konfrontationen zwischen Muslimen und Juden in Europa führen. (apa/red)
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