Hamas kündigt jetzt weltweit Vergeltung an:
Organisation gibt sich weiterhin siegessicher
- Erklärung des Hamas-Führers al-Zahar im Fernsehen
- Islamischer Jihad: "Eigentliche Kämpfe kommen erst"

·Schwere Kämpfe aus Gaza-Stadt gemeldet
Olmert verweigert diplomatische Avancen
·Tod und Verzweiflung
beherrschen Gaza
Krankenhäuser sind vollkommen überfüllt
·Gaza muss in Angst und Schrecken leben
Durch Bodenoffensive drohen viele zivile Opfer
Kämpferische Töne angesichts des Einamrsches im Gazastreifen. Die palästinensischen Organisationen zeigen sich vom israelischen Einmarsch unbeeindruckt und geben sich siegessicher. Sowohl Hamas als auch der Islamische Jihad drohen mit blutigen Rückschlägen.
Hamas-Führer Mahmoud al-Zahar hat einen "Sieg" der Palästinenserorganisation über Israel vorhergesagt. Der Sieg werde kommen, erklärte Zahar in seiner ersten Fernsehansprache seit Beginn der israelischen Militäroffensive.
Der bewaffnete Arm der Hamas, die Ezzedin-al-Kassam-Brigaden, habe gegen die "von der Welt als unbesiegbar geglaubten" israelischen Armee beispielhaft gekämpft. Die Hamas werde daran festhalten, "ganz Palästina zu befreien", hieß es in der auf Al-Aksa TV, dem Sender der im Gazastreifen herrschenden Hamas, verlesenen Erklärung.
Weltweite Anschläge
Außerdem droht die Hamas mit Anschlägen auf israelische Zivilpersonen und Einrichtungen in der ganzen Welt. Die Tötung von Palästinensern im Gazastreifen rechtfertige das Töten von Israelis, sagte al-Zahar. Er forderte, die Kämpfer der Hamas sollten "den Feind vernichten". Zahar ist unter den im Gazastreifen lebenden Hamas-Führern der einflussreichste. Der politische Hamas-Chef, Khaled Mashaal, lebt in Damaskus im Exil.
Die radikale Palästinensergruppe Islamischer Dschihad hat Israel mit einem blutigen Straßenkampf in den Städten des Gazastreifens gedroht. Ein Sprecher des militärischen Jihad-Arms "Saraya al-Quds" sagte: "Tausende von Kämpfern stehen auf den Straßen und in den Gassen bereit, um die feindlichen Streitkräfte anzugreifen und zu besiegen."
"Echter Kampf noch nicht begonnen"
"Der echte Kampf hat noch nicht begonnen, er wird anfangen, wenn die israelischen Soldaten in die Städte vordringen", sagte er. In den Reihen der Jihad-Kämpfer habe es bisher nur minimale Verluste gegeben.
Nach Augenzeugenberichten aus dem Gazastreifen gab es am Montag im nördlichen Teil des Gazastreifens heftige Kämpfe zwischen israelischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern. Einwohner von Beit Hanoun berichteten, Soldaten hätten sie angewiesen, ihre Häuser zu verlassen und weiter südlich in Richtung der Stadt Gaza zu fliehen. Dutzende von Menschen müssten ihre Häuser trotz der andauernden israelischen Angriffe aus der Luft und vom Boden verlassen und ihr Leben auf der Flucht gefährden, hieß es.
(apa/red)
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