Israel plante Angriff gegen Atomanlage im Iran: Bush soll Hilfe 2008 verweigert haben
- Olmert bat um Bomben und Irak-Überflugsrecht
- Gates von Kontraproduktivität des Angriffs überzeugt

·Hoffnungsschimmer für Menschen in Gaza?
Olmert sieht die Ziele der Operation näher rücken
US-Präsident Bush hat laut einem Bericht der "New York Times" im vergangenen Jahr ein Vorhaben Israels abgelehnt, Luftangriffe auf die iranische Atomanlage Natanz zu fliegen. Der israelische Ministerpräsident Olmert habe bei Bush dafür geworben, die Anlage im Iran zu attackieren, berichtete die Zeitung unter Berufung auf hochrangige Vertreter der Regierung in Washington und aus anderen Ländern.
Olmert habe von Washington besonders schlagkräftige Anti-Bunker-Bomben und das Überflugrecht für den Irak gefordert, hieß es. Hochrangige US-Vertreter mit Verteidigungsminister Gates an ihrer Spitze hätten Bush jedoch davon überzeugt, dass jeder Angriff auf den Iran kontraproduktiv sei.
Warnung vpn Gates
Nach einem Angriff werde Teheran internationale Inspektoren ausweisen und noch weniger über das iranische Atomprogramm preisgeben, warnten Gates und andere laut "NYT". Auch vor einer Ausdehnung des Konflikts sei gewarnt worden, so dass auch die US-Truppen im Irak in die Kämpfe verwickelt werden könnten. Bush stimmte dem Bericht zufolge allerdings geheimen Aktionen zu, mit denen der mutmaßlich geplante Bau einer Atombombe im Iran vereitelt werden sollte.
Bereits im September hatte der Londoner "Guardian" berichtet, Bush habe bei einem Vier-Augen-Gespräch mit Olmert am 14. Mai dessen Forderung nach einer Bombardierung der iranischen Atomanlagen abgelehnt. Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete ebenfalls im September, die USA hätten die Lieferung von Anti-Bunker-Bomben an Israel in der Annahme verweigert, sie würden für einen Angriff im Iran genutzt.
(apa/red)
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