Neuer US-Kongress tagt zum ersten Mal:
Erste Amtshandlung wird Konjunkturpaket
- Obamas Nachfolger wollte Senatssitz verkaufen
- Demokraten verfügen über eine satte Mehrheit

Zwei Monate nach der Wahl tritt heute in Washington erstmals der neu gewählte US-Kongress zusammen, in dem die Demokraten des designierten Präsidenten Barack Obama über eine deutlich gewachsene Mehrheit verfügen. Die Auftaktsitzung hat vor allem zeremoniellen Charakter, die gewählten Abgeordneten legen ihren Amtseid ab.
Mit Spannung wird der Auftritt von Roland Burris erwartet, der vom Gouverneur des Staates Illinois, Rod Blagojevich, zu Obamas Nachfolger im Senat ernannt wurde. Die Demokraten im Kongress haben Widerstand gegen diese Entscheidung angekündigt, weil Blagojevich zuvor versucht haben soll, den vakanten Senatssitz zu verkaufen.
Das erste Großprojekt des neuen Kongresses wird aller Voraussicht nach ein staatliches Konjunkturpaket in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar sein, das Obama nach seiner Vereidigung am 20. Jänner rasch umsetzen möchte. Im Repräsentantenhaus verfügen seine Demokraten über 256 von 435 Sitzen, im Senat kommen sie mit der Unterstützung zweier unabhängiger Senatoren auf 57 Sitze.
(apa/red)
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