Sonntag, 11. Jänner 2009

Mann konnte Nachbarn "nicht riechen": Halsstich wegen "Geruchsbelästigung"

  • Wien-Döbling: Verwirrter 42-Jähriger beging Bluttat
  • Opfer im Krankenhaus: Allerdings keine Lebensgefahr

Eine Bluttat unter Nachbarn hat in einer Wohnhausanlage in Wien-Döbling für Aufregung gesorgt. Laut Polizei stach ein 42-jähriger Mann seinem 63-jährigen Nachbarn ein Messer in den Hals. Das Opfer musste zwar ins Krankenhaus eingeliefert werden, Lebensgefahr bestand allerdings keine. Bei der Einvernahme gab der etwas verwirrte 42-Jährige an, er habe sich vom Geruch des Nachbarn belästigt gefühlt.

Um 5.50 Uhr läutete es plötzlich an der Wohnungstür des 63-jährigen Mieters. Als dieser öffnete, stand vor ihm sein 42-jähriger Nachbar, stach ihm ein Messer in den Hals und rannte davon. Trotz der schweren Verletzung verständigte das Opfer Rettung und Polizei.

Bei der Einvernahme scheint der mutmaßliche Täter lediglich verwirrende Aussagen zu Protokoll gegeben haben. Er sprach davon, dass er vom Geruch des 63-jährigen Nachbarn belästigt worden sei. Ob der Bluttat ein Streit vorausgegangen war und ob die beiden Männer möglicherweise schon lange im "Clinch" lagen, stand am Sonntagvormittag noch nicht fest. Eine Alkoholisierung dürfte ersten Ermittlungen zufolge nicht bestanden haben. Die Befragung des Niedergestochenen stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.

(apa/red)

11.1.2009 12:50