Freitag, 9. Jänner 2009

Heftige Explosion in Wien Favoriten: Jetzt ermittelt Polizeit in den Gas-Zwischenfällen

  • 10 Personen mussten bei Gasbrand evakuiert werden
  • Schlauch von Gasflasche zu Heizgerät durchgetrennt

Nachdem es in Wien in der Nacht auf Freitag zu zwei Zwischenfällen mit Flüssiggas gekommen ist, ermittelt die Polizei. In einer Wohnung in Wien-Favoriten war es wegen ausströmenden Gases zu einer Explosion gekommen. Dabei dürfte der Schlauch zwischen Heizgerät und Gasflasche durchgeschnitten worden sein. Der Fall wird vom LKA untersucht. Zuvor waren bei einem Gasbrand 10 Personen evakuiert worden.

Kurz vor 2.00 Uhr ist es in der Randhartingergasse zu einer explosionsartigen Verpuffung gekommen. Durch die entstandene Wucht sind drei Fenster samt Rahmen auf die Straße bzw. in den Hof geschleudert worden. Zudem wurden in der betroffenen Wohnung Möbel aus der Verankerung gerissen und stürzten um, berichtete die Feuerwehr. In einer angrenzenden Wohnung ist ein fünf Meter langer Wandverbau im Wohnzimmer auf eine Couch gekippt. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand.

Weil in der Nähe des Flaschenventiles der Gasschlauch eingeschnitten worden war, ermittelt nur die Polizei. Die Wohnungsinhaberin habe Vermutungen, ihre Aussagen müssen aber erst überprüft werden, hieß es vonseiten der Ermittler.

Wenige Stunden zuvor, gegen 20.00 Uhr, ist es in der Inzersdorfer Straße beim Hantieren an einer Flüssiggasflasche zu einem Brand gekommen. Dieser hat sich rasch auf den Gang ausgebreitet. Die Wohnungsinhaberin konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aus den umliegenden Appartements wurden insgesamt zehn Personen evakuiert. Die Mieterin der Brandwohnung sowie zwei Kinder anderer Parteien wurden von der Rettung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Durch das ausgetretene Löschwasser ist es auf der Inzersdorfer Straße zu Glatteisbildung gekommen. Der Winterdienst war in Folge ebenfalls im Einsatz. (apa/red)

9.1.2009 15:34