Wassilijew rechtzeitig wieder in Bestform:
Mit Platz drei in Oberstdorf zurückgemeldet
- Russe sprang schon 2001 bei Tournee aufs Podest
- Comeback nach zweijähriger Dopingsperre gelungen

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Dmitrij Wassilijew läuft bei der Vierschanzen-Tournee, die der Russe im Vorjahr als Gesamt-Fünfter beendete, wieder zur Höchstform auf. Zum Auftakt in Oberstdorf belegte er überraschend Platz drei. Auf zwei weiteren Tournee-Schanzen sprang der seit kurzem 29-Jährige aus Ufa ebenfalls schon auf das Stockerl. Am Neujahrstag 2001 als Zweiter in Garmisch und drei Tage später am Bergisel. Die Freude über den dritten Platz in Innsbruck währte allerdings nur kurz.
Wassilijew wurde damals als bis dato einzigem Skispringer Doping nachgewiesen. Er hatte das verbotene Diuretikum Furosemid, das zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden kann, eingenommen und wurde daraufhin nachträglich disqualifiziert und für zwei Jahre gesperrt. Unter dem deutschen Trainer Wolfgang Steiert, der das russische Team seit vier Jahren betreut, konnte er wieder an alte Erfolge anschließen und kommt in den vergangenen Jahren wieder regelmäßig in die Top Ten.
Vier Jahre nach Ablauf seiner Dopingsperre erreichte der für Skispringer-Maßstäbe schwergewichtige Russe in Titisee-Neustadt im Februar 2007 als Dritter einen weiteren Podestplatz. Im selben Jahr beendete er die Tournee als Zehnter und wurde später bei der WM in Sapporo auf der Großschanze starker Siebenter. Bei den Olympischen Spielen in Turin im Jahr zuvor war Wassilijew im Springen von der kleinen Schanze sogar Halbzeitführender gewesen, im Endklassement wurde es schließlich der zehnte Platz.
Von der Deutschland-Tochter des Gaskonzerns Gazprom finanziell unterstützt, soll Steiert in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi eine schlagkräftigere russische Mannschaft aufbauen. Die Skisprung-Infrastruktur in Russland soll kräftig ausgebaut werden. 20 neue Skisprung-Stützpunkte für den Nachwuchs sowie Schanzenanlagen in St. Petersburg und Chanty-Mansijsk sind in Planung.
(apa/red)
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