Schwere Kämpfe aus Gaza-Stadt gemeldet:
Israels Truppen treffen auf Hamas-Kämpfer
- Bodentruppen rücken mit Kampfhubschraubern vor
- Sarkozy ruft zu Beendigung der Gewalttätigkeiten auf
·Troika der EU in Kairo eingetroffen
Politische Vermittlung und humanitäre Hilfe
·Weltweite Stimmen für eine Waffenruhe
Tschechein muss sich für Erklärung entschuldigen
·Mussa entsetzt über Haltung Europas
Lehnt Selbstverteidigung als Rechtfertigung ab
·BILDER von Trauer und Wut aus Nahost
Verheerende Opferbilanz nach Luft- & Bodenkampf
·"Angeblicher Sieg
ist eine Niederlage"
So sieht die internationale
Presse die Krise in Nahost
·Über zwei Jahrzehnte Konflikt Israel-Hamas
Von erster Intifada bis zu
'Operation Heißer Winter'

Zum ersten Mal seit Beginn der israelischen Bodenoffensive haben sich israelische Soldaten und Kämpfer der Hamas schwere Kämpfe in der Stadt Gaza geliefert. Schwere Explosionen und heftige Feuergefechte hätten den Stadtteil Schedschaija erschüttert, gaben palästinensische Augenzeugen und israelische Militärkreise übereinstimmend an.
Wie Augenzeugen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP berichteten, seien die israelischen Soldaten von Kämpfern der radikalislamischen Hamas und des Islamischen Jihad angegriffen worden. Am Nachthimmel über Gaza waren Kampfhubschrauber zu sehen. Israel hatte die Bodenoffensive am Samstagabend nach einwöchigen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen begonnen.
Israels Streitkräfte hatten zuvor mit ihrer gesamten Militärmacht weiter Ziele im Gazastreifen bombardiert. Mindestens 13 Zivilpersonen wurden am Montag bei Kämpfen am Boden und bei Luftangriffen getötet. In der Nacht rückten Tausende israelische Soldaten mit Unterstützung von Kampfhubschraubern weiter in den Gazastreifen vor. Die Hamas drohte mit Vergeltungsschlägen gegen die israelische Bevölkerung.
Sarkozy will Ende der Gewalt
Der französische Staatspräsident Sarkozy rief Israel zu einem Ende der Gewalt im Gazastreifen auf: "Die Welt würde nicht verstehen, wenn Israel eine Verschlimmerung der humanitären Lage zuließe", sagte Sarkozy nach einem Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas in Ramallah. Zugleich warf er der radikalislamischen Hamas vor, unverantwortlich und unentschuldbar zu handeln.
Seit Beginn der Bodenoffensive am 27. Dezember wurden nach palästinensischen Angaben im Gazastreifen bereits 537 Menschen getötet und rund 2.000 weitere verletzt. Unter den Opfern waren mindestens 200 Zivilpersonen.
(apa/red)
