Israel hat die Bodenoffensive gestartet:
Soldaten rücken in den Gaza-Streifen vor
- Kolonne von Militärfahrzeugen dringt in Gebiet ein
- Angaben von Augenzeugen von der Armee bestätigt

·Welle der Empörung gegen Israels Angriff
Zehntausende Menschen demonstrieren weltweit
·BILDER von Trauer und Wut aus Nahost
Verheerende Opferbilanz nach Luft- & Bodenkampf
·CNN-Reporterin Paula
Hancocks in Deckung
Berichterstattung mit Raketen im Hintergrund
·Über zwei Jahrzehnte Konflikt Israel-Hamas
Von erster Intifada bis zu
'Operation Heißer Winter'
Truppen der israelischen Streitkräfte haben die Grenze zum Gaza-Streifen überschritten und damit eine neue Phase der seit einer Woche andauernden Militäroffensive eingeleitet. Israelische Fernsehsender zeigten Bilder, wie Soldaten nach Anbruch der Dunkelheit in den Gaza-Streifen einmarschierten. Die Streitkräfte bestätigten den Einsatz.
Das Ausmaß der Bodenoffensive war zunächst noch unklar. Eine Militärsprecherin sagte, die Soldaten sollen einige Gebiete einnehmen, aus denen Raketen auf Israel abgefeuert worden sein. "Wir wollen die Terrorinfrastruktur der Hamas in dem Gebiet zerstören", sagte Avital Leibovitch. Israel hatte die Militäraktion vor einer Woche mit Luftangriffen begonnen, um den andauernden Raketenbeschuss seines Territoriums durch die radikalislamische Hamas zu beenden.
10.000 Soldaten bereit
Israel hat nach Angaben aus Kreisen des Verteidigungsministeriums rund 10.000 Soldaten an der Grenze zusammengezogen. Wenige Stunden zuvor hatten die an der Grenze stationierten Truppen damit begonnen, den Gaza-Streifen mit Artillerie unter Beschuss zu nehmen.
Im Vorfeld des Einmarsches wurden zudem die israelischen Luftangriffe verstärkt. Allein nach Sonnenuntergang kamen nach jüngsten Angaben insgesamt zwanzig Palästinenser ums Leben, über 50 wurden verletzt. Bei einem Angriff auf eine Moschee in der Stadt Beit Lahiya starben 14 Menschen.
Die Offensive kostete bisher mehr als 460 Menschen das Leben. Mindestens 100 der Toten waren nach UNO-Angaben Zivilpersonen, bis zu 2.000 Menschen wurden verletzt. Israel hatte sich erst im Sommer 2005 nach einer mehr als 38 Jahre andauernden Besatzung aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen und die dortigen jüdischen Siedlungen räumen lassen.
(apa/red)
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