Großer Aufmarsch in Passau gegen NPD:
Fall Mannichl erhöht den Druck auf die NPD
- Neonazi-Attacke schlägt erste politische Wellen
- Sicherheitskräfte mit über 1.000 Mann anwesend

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Begleitet von Protesten linker Gegendemonstranten haben sich in Passau Anhänger der rechtsextremen NPD zu einem Aufmarsch versammelt. Bei der NPD-Versammlung wurden laut Polizei zunächst 50 Teilnehmer gezählt. Die vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof genehmigte Demonstration richtete sich gegen die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Attacke auf den Passauer Polizeichef Mannichl.
Der Aufmarsch der NPD war allgemein als Provokation empfunden worden, die Polizei hatte ihn daher zunächst verboten. Das Verbot war aber zunächst vom Bayerischen Verwaltungsgericht und schließlich vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben worden. Bereits am Samstagvormittag demonstrierten rund 1.000 Menschen gegen den Aufmarsch der Rechten, darunter der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper.
Von diesen 1.000 Demonstranten zogen nach Polizeiangaben schließlich 400 zu dem Aufmarsch der Rechten, um erneut gegen die NPD-Veranstaltung unter dem Motto "Gegen polizeiliche Willkür und Medienhetze" zu protestieren. Die Polizei war mit über 1.000 Kräften im Einsatz, um Zusammenstöße zu verhindern. Die Lage blieb zunächst ruhig, es gab lediglich sieben Festnahmen.
(apa/red)
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