Rebellen-Hochburg in Sri Lanka gefallen:
Regierungsarmee dringt nach Kilinochchi vor
- Regierung erobert nach 10 Jahren Kontrolle zurück
- Präsident Sri Lankas fordert Rebellen zu Aufgabe auf

·Rebellenangriff in Sri
Lanka fordert 21 Tote
Tamilen griffen zu Land &
Luft Militärstützpunkt an
·115 Tamilen-Rebellen
in Sri Lanka getötet
Armee bombardierte Hochburgen der LTTE
·Selbstmordanschlag im Norden Sri Lankas
Tamilen-Angriff kostete 12 Polizisten das Leben
Die Streitkräfte in Sri Lanka haben nach Regierungsangaben nach einem Jahrzehnt die Rebellenhochburg Kilinochchi zurückerobert. Die Truppen hätten die Stadt im Norden des Inselstaates eingenommen, erklärte Präsident Mahinda Rajapaksa in einer landesweit übertragenen Fernsehansprache. Er rief die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) zur Niederlegung ihrer Waffen und zur endgültigen Kapitulation auf.
Der Präsident sprach von einem "beispiellosen Sieg" der Regierungstruppen "für die ganze Nation". Ein Sprecher der Regierungspartei in Colombo sagte: "Die Eroberung von Kilinochchi ist für unsere Soldaten ein historischer Sieg."
Die Rebellen hatten in Kilinochchi ihre eigenen Gerichte und Sicherheitskräfte eingesetzt und eine eigene Verwaltung eingerichtet. UNO-Behörden und internationale Hilfsorganisationen hatten in der Vergangenheit Büros in Kilinochchi, zogen sich aber Ende vergangenen Jahres auf Drängen der Regierung in Colombo zurück, als der Konflikt in der Region eskalierte.
Die Rebellen äußerten sich vorerst nicht zu den Berichten. Sie hatten allerdings schon angekündigt, dass sie ihren Kampf auch fortsetzen würden, wenn Kilinochchi tatsächlich an die Regierungstruppen fallen würde. Beobachtern werten den Verlust der Stadt als schwere Niederlage für die LTTE.
(apa/red)
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