Sonntag, 4. Jänner 2009

Bucher will nicht BZÖ-Parteichef werden:
Klubchef spricht sich für Ämtertrennung aus

  • Für ihn ist Herbert Scheibner Favorit für den Posten
  • Dennoch bleibt Führungsfrage in der Partei offen

BZÖ-Klubobmann Josef Bucher will offenbar nicht Parteichef werden. Der Politiker sprach sich für eine Trennung der beiden Ämter aus und antwortete auf die Frage, wer als Parteichef infrage komme: "Herbert Scheibner." Der interimistische BZÖ-Chef Scheibner hatte demgegenüber eine Zusammenführung der Partei- und Klubführung bei der Kür seines Nachfolgers befürwortet.

Gleichzeitig nannte er u.a. Bucher als möglichen Anwärter. Selbst will Scheibner die Parteiobmannschaft beim BZÖ-Bundeskonvent Ende März/Anfang April nach eigenen Aussagen definitiv abgeben. Bucher begründete gegenüber dem "Kurier" sein Plädoyer für ein Zweier-Führungsteam mit dem "erhöhten Kommunikationsaufwand" einer jungen Partei.

Hoffnung auf Wahlsieg in Kärnten
Bucher erhofft sich, dass beim Ergebnis der Landtagswahl in Kärnten am 1. März beim BZÖ "ein Vierer vorne stehen wird". Als Wahlziel nannte er, stimmenstärkste Partei zu sein und den Landeshauptmann zu stellen. Bei der Wahl in Salzburg ebenfalls am 1. März rechnet Bucher mit dem Einzug in den Landtag.

Bei der Landtagswahl in Oberösterreich heuer, wäre aus der Sicht des BZÖ-Klubobmanns die Schwester des verstorbenen BZÖ-Gründers Jörg Haider, Ex-Sozialministerin Ursula Haubner, eine "geeignete Spitzenkandidatin". Was die Wahl zum Europäischen Parlament betrifft, so nannte Bucher laut "Kurier" Scheibner sowie den Nationalratsabgeordneten Ewald Stadler als mögliche Zugpferde.
(apa/red)

4.1.2009 14:49