Samstag, 3. Jänner 2009

"Sparsamer" Urlaub mit Trickbetrug:
Elf Deutsche wollten Liftbetreiber prellen

  • Mit falschen Geburtsurkunden billigen Tagespass
  • Trotz Scheiterns versuchten sie es noch einmal

Elf "sparsame" deutsche Studenten haben sich in Tirol mit falschen Geburtsurkunden günstige Skipässe in Sölden erschlichen. Die sogenannten "Snow-Kid"-Skipässe kosten einen Euro pro Tag. Nachdem der Schwindel bereits einmal aufgeflogen war, versuchte es die Gruppe einen Tag später noch einmal und wurde wieder erwischt. Die Bergbahnen Sölden erstatteten Anzeige. Als Motiv gaben sie bei der Polizei an, dass sie im Urlaub Geld sparen wollten.

Die vier Frauen und sieben Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren waren in den Weihnachtsfeiertagen angereist, um in Huben ihren Skiurlaub zu verbringen. Am 28. Dezember hatte einer der Studenten das erste Mal die günstigen Skipässe bei der Talstation der Giggljochbahn erworben. Bereits einen Tag darauf wurde der Schwindel entdeckt und die Karten gesperrt. Als die Urlauber nicht mehr durch die Drehkreuze kamen, fragten sie bei den Angestellten nach, die ihnen dann die Liftfahrten abnahmen.

Die jungen Deutschen ließen sich jedoch nicht beirren und versuchten es am nächsten Tag noch einmal und kauften die billigen Karten diesmal in Huben. Vier der Beschuldigten wurden im Skigebiet angehalten, die restlichen Gruppenmitglieder später ausgeforscht. Außerdem gaben sieben von ihnen zu, sich auch in der Therme Längenfeld einen Gratisbesuch gegönnt zu haben. Sie hatten sich durch ein Loch im Zaun geschlichen. Alle elf Gruppenmitglieder machten von Möglichkeit der Schadenswiedergutmachung Gebrauch.
(apa/red)

3.1.2009 17:25