Ermittlungen gegen Mensdorff-Pouilly: Falschaussage vor Eurofighter-Ausschuss?
- "profil": Waffenlobbyist soll Unwahrheit gesagt haben
- Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungsverfahren

·Der lange Weg der Jets nach Österreich
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·Hausdurchsuchung bei Mensdorff-Pouilly
Wird der Geldwäsche und
Bestechung verdächtigt
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen Alfons Mensdorff-Pouilly wegen des Verdachts der falschen Zeugenaussage. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, gegenüber "profil".
Der Waffenlobbyist, der für den britischen Rüstungskonzern BAE Systems tätig ist, steht im Verdacht, vor dem parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschuss die Unwahrheit gesagt zu haben.
Ein Sachverhalt, dem die Staatsanwaltschaft dabei unter anderem nachgehen könnte, steht im Zusammenhang mit dem Kauf von SAAB-Gripen-Abfangjägern durch die tschechische Republik. BAE ist an Saab beteiligt. Vor zwei Wochen erst hatte ein Verwandter Mendsdorffs gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben, in dessen Auftrag ein Treffen mit dem damaligen tschechischen Premierminister Milos Zeman und dessen Finanzminister Ivo Svoboda eingefädelt zu haben.
Vor dem Untersuchungsausschuss sagte Mensdorff, für den die Unschuldsvermutung gilt, als Zeuge über das Lukrieren von Aufträgen für BAE: "Sie werden niemanden finden in Österreich oder auch in anderen Ländern - was man behauptet -, wo ich jemals mit einem Politiker oder mit einem Beamten über so etwas geredet habe."
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