Montag, 29. Dezember 2008

2008 war für Wiener Börse ein hartes Jahr:
ATX brach im Jahresvergleich um 62 % ein

  • Wirtschaftskrise will Börse mit Marketing begegnen
  • Kooperation mit Budapest, Laibach und Prag geplant

Die Wiener Börse blickt auf ein Kursgemetzel zurück. Der Leitindex ATX brach im Jahresvergleich um 62 Prozent ein. Er schloss per 23. Dezember mit 1.725,89 Punkten. Die Marktkapitalisierung sank 2008 von 157,9 Mrd. Euro auf 51,4 Mrd. Euro. Die durchschnittlichen monatlichen Handelsumsätze sind im laufenden Jahr von 14,7 Mrd. (2007) auf rund 12 Mrd. Euro zurückgegangen.

"Dank einer steigenden Anzahl an Transaktionen in einem sehr volatilen Jahr aber nicht im gleichen Ausmaß wie die Aktienkurse", teilte die Wiener Börse mit. Der derzeitigen Wirtschaftskrise will die Börse mit verstärkten Marketing begegnen. "Ebenso erweitern wir unsere Roadshow-Aktivitäten, damit der österreichische Kapitalmarkt bei den internationalen institutionellen Investoren auch weiterhin am Radar bleibt", hieß es von den beiden Vorständen Michael Buhl und Heinrich Schaller.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt im kommenden Jahr werde die Kooperation mit den Börsen Budapest, Laibach und Prag sein, nachdem die Wiener Börse 2008 Mehrheitsbeteiligungen an allen drei benachbarten Börsen erworben hat. "Das primäre Ziel ist die Steigerung der internationalen Aufmerksamkeit für diese Kapitalmarktregion bei institutionellen Investoren und die Erhöhung der Liquidität an den regionalen Börsen", so die Börse-Bosse. (apa/red)

29.12.2008 11:52