Nahost-Krise treibt den Ölpreis in die Höhe:
Barrel Leichtöl steigt gleich um zwei Dollar
- Gewalteskalation löst auf Märkten große Sorge aus
- Experte geht von nur kurzem Preis-Aufschwung aus

Die Eskalation im Nahen Osten hat den Preis für Rohöl und Gold in die Höhe getrieben. Für ein Fass US-Leichtöl mussten zeitweise über zwei Dollar (1,43 Euro) mehr bezahlt werden. Der Preis näherte sich knapp der 40-Dollar-Marke an, ging dann aber wieder 39,48 Dollar zurück. Der Rohstoff ist auf bestem Weg, das Jahr mit einer Verbilligung um fast 60 Prozent zu beenden.
Die führende Nordseesorte Brent notierte 1,84 Dollar teurer bei 40,21 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Goldpreis zog um mehr als zwei Prozent an und kostete mit 887,90 Dollar je Unze so viel wie seit Anfang Oktober nicht mehr. Das Metall gilt in Krisenzeiten als sichere Anlage.
Am Ölmarkt verwiesen Händler auf die Nachrichten aus Nahost. "Es ist eine furchtbare Situation und es sieht so aus, als ob das an allen Märkten neue Sorgen auslöst", sagte Peter McGuire aus Australien. Mittelfristig gingen die Experten jedoch von einer begrenzten Wirkung der Krise im Gazastreifen aus. "Wir haben einen solchen Fall schon so oft erlebt, dass der Aufschwung beim Ölpreis beschränkt bleiben dürfte", sagte der Rohstoff-Derivate-Händler Ken Hasegawa in Tokio.
(apa/red)
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