Vorjahressieger "Schlieri" kämpferisch:
"Ich weiß, dass ich viel mehr drauf habe"
- Garmisch: Nur 6,3 Punkte Rückstand auf Ammann
- ÖSV-Trainer Pointner: "Wir sind bestens gerüstet"

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Aber Vorsicht: Finger-
spitzengefühl erforderlich!
Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer hat sich vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, in das er in der Gesamtwertung mit 6,3 Punkten Rückstand auf den Schweizer Simon Ammann geht, kämpferisch gezeigt. "Ich weiß, dass ich viel mehr drauf habe. Es ist noch nichts verloren, die Tournee ist noch lange", betonte der 18-jährige Tiroler vor dem zweiten Bewerb der Vierschanzen-Tournee auf der neuen Olympia-Schanze.
Auch ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner stellte klar, dass der zweifache Saisonsieger mit dem vierten Platz in Oberstdorf zwar nichts gewonnen, aber auch nichts verloren habe. "Die Top-Springer sind knapp beieinander. Wir sind für Garmisch bestens gerüstet und dann stehen zwei Heimspringen an, auf die wir uns alle schon sehr freuen", sagte Pointner. "Ich bin gelassen, die Schanze liegt mir", meinte Schlierenzauer, der das Neujahrsspringen 2008 vor dem späteren Tourneesieger Janne Ahonen gewonnen und dabei im Finaldurchgang neuen Schanzenrekord aufgestellt hatte.
Ammann nicht unschlagbar
Zuversichtlich stimme ihn, dass er in Oberstdorf trotz kleiner Fehler mit den Besten mitgehalten habe: "Es sind Kleinigkeiten im Absprung und in der Hocke, das gilt es auszubessern und voll anzugreifen." Der bisherige Saisondominator Ammann sei nicht unschlagbar, das habe er bereits zweimal bewiesen, auch der Weltmeister habe ihn im ersten Bewerb nicht völlig überzeugt. "Ammann ist in Oberstdorf nicht auf einem perfekten Level gesprungen", so der Tiroler, der anmerkte, dass der Rückstand auf den fünffachen Sieger in diesem Winter umgemünzt lediglich vier Meter betrage. "Ich muss einfach ein paar kleine Fehler weniger machen."
Halbzeiführungen als schlechtes Omen
Der Skiflugweltmeister sieht es nicht als Nachteil an, in der Gesamtwertung momentan nicht ganz vorne zu sein. Kein Wunder, kam er doch in den vergangenen beiden Jahren als Halbzeit-Führender zu seinem Heimspringen am Bergisel, um die Führung dann abgeben zu müssen. In der Endabrechnung wurde es für den Tiroler schließlich 2007 Rang zwei und im Vorjahr nach der Nichtqualifikation für den Finaldurchgang in Bischofshofen Platz zwölf. "Ich habe mit einem vierten Platz angefangen, vielleicht wird es ja in Garmisch ein dritter oder zweiter und es geht dann erst später mit einem Sieg weiter", scherzte Schlierenzauer.
(apa/red)
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