Montag, 29. Dezember 2008

Loitzl abermals knapp am ersten Sieg
vorbei: Im 222. Versuch wieder nicht Erster

  • Steirer in Oberstdorf 1,2 Punkte hinter Ammann
  • In dieser Saison schon zum vierten Mal Zweiter

Wolfgang Loitzl muss auch nach seinem 222. Weltcup-Einsatz auf seinen ersten Sieg warten. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass es heute klappt. Für mich ist es aber gut zu wissen, dass es so eng ist", erklärte der 28-jährige Steirer. Der abermals zweite Rang mit 1,2 Punkten Rückstand auf den Schweizer Simon Ammann beim Auftakt der Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf brachte den 28-jährigen Steirer, was die Gesamtwertung betrifft, laut eigenen Angaben in eine gute Ausgangsposition.

"Es ist einfacher wenn man nicht die Nummer 1 ist, als Jäger kann man nur gewinnen", meinte Loitzl zur Ausgangsposition nach dem ersten Tournee-Bewerb. Der Bad Mitterndorfer hat in diesem Winter bereits vier zweite Plätze zu Buche stehen. Der abermalige erste Ehrenplatz war die beste Tournee-Platzierung des Steirers überhaupt und der dritte zweite Rang in Folge. "Ich bin sehr, sehr happy", meinte der Steirer, der zum neunten Mal in seiner Karriere einen Podestplatz erreichte. "Ich hätte auch nichts dagegen, wenn es mit zweiten Plätzen weitergeht."

"Wenn auch einmal das Glück auf meiner Seite ist, weiß ich, dass ich gewinnen kann", versicherte Loitzl. Ein wenig ärgerte er sich über die leicht verpatzte Landung im ersten Durchgang. "Das sind super Platzierungen, es gehört viel dazu bei dieser starken Konkurrenz", wollte Loitzl das Spitzenresultat aber nicht schlechtreden.

"Wieder haarscharf dran"
"Er war heute wieder haarscharf dran", meinte ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer. "Er merkt, dass er fällig ist für den ersten Sieg, und ich glaube, das ist für ihn beflügelnd." Die Ausgangsposition für den Steirer und Gregor Schlierenzauer, der 6,3 Punkte hinter Ammann liegt, gefalle ihm, so Innauer. "Auch bei Loitzl sehe ich noch Reserven, aber es sind Nuancen", erklärte der Vorarlberger.

(apa/red)

29.12.2008 20:34