Honda lässt die Hoffnung noch nicht fahren:
F1-Rennstall führt Gespräche mit Investoren
- Teamchef Ross Brown spricht von großem Interesse
- Finanzielle Rücklagen reichen bis zum Saisonstart
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Trotz der geplatzten Übernahme durch den mexikanischen Multi-Milliardär Carlos Slim Helu hofft der Formel-1-Rennstall Honda weiterhin auf einen Fortbestand. Das vorhandene Geld soll bis zum Saisonauftakt reichen, am neuen Auto wird auf vollen Touren gearbeitet und hinter den Kulissen verhandeln Teamchef Ross Brawn und Geschäftsführer Nick Fry weiterhin mit potenziellen Investoren. "Ross und ich sind sehr erfreut über das Niveau des Interesses an unserem Team und wir hoffen, dass wir es bis Ende Jänner zu einem Abschluss bringen können", sagte Fry.
Der zweitreichste Mann der Welt ist dabei wohl aus dem Rennen - aus eigenem Antrieb. In einer offiziellen Erklärung dementierte das Telmex-Team auf seiner Homepage eine Übernahme der Honda-Equipe. Slim Helu habe weder das Honda-Team gekauft noch entsprechende Verhandlungen vorangetrieben, hieß es auf der Homepage der Escuderia Telmex. "Alle Informationen zu diesem Thema entbehren jeglicher Grundlage und sind komplett falsch".
"Wir wünschten, es wäre wahr gewesen", sagte Honda-Teamchef Brawn im englischen "Daily Telegraph" zur Meldung, die aus Italien gekommen war und die Rettung des Rennstalls nach dem Rückzug des japanischen Automobilherstellers verhieß. "La Stampa" hatte berichtet, dass der Vertrag zwischen dem 67-jährigen Slim Helù und Honda zwar noch nicht unterzeichnet, das Team aber definitiv gerettet sei. Brawn sprach von "purer Spekulation" und meinte, man sei unterdessen dabei, die seriösen aus den weniger seriösen Angeboten herauszufiltern.
Finanzen reichen bis WM-Start
Der Sohn des Multi-Milliardärs, Carlos Slim Domit, betonte laut der mexikanischen Zeitung "Reforma", dass sein Vater nicht vorhabe, in die Formel 1 einzusteigen. Offenbar nicht einmal für den symbolischen Preis von einem Dollar, dem allerdings 300 Millionen Euro für die Finanzierung der kommenden Saison folgen würden.
Brawn, einst Technik-Direktor und Taktik-Stratege bei Ferrari, stellte klar, dass bis inklusive des Auftaktwochenendes der neuen Weltmeisterschaft am 29. März in Melbourne die finanziellen Rücklagen ausreichen würden. Brawn: "Es läuft eigentlich alles weiter, auch wenn wir einige Programme etwas zurückdrehen mussten."
(apa/red)
