Dienstag, 30. Dezember 2008

Gammelfischskandal in italienischen Häfen:
160 Tonnen verdorbener Ware konfisziert

  • 2.000 Polizisten waren bei der Operation im Einsatz
  • Camorra dürfte ihre Finger im Spiel gehabt haben

160 Tonnen verdorbener Fisch sind in mehreren italienischen Häfen beschlagnahmt worden. Im Rahmen einer groß angelegten Razzia wurden in ganz Italien 7.000 Kontrollen durchgeführt. Strafen in Höhe von 700.000 Euro wurden verhängt. Über 2.000 Polizisten wurden im Rahmen der Operation eingesetzt, teilte der italienische Landwirtschaftsminister Luca Zaia mit.

Beschlagnahmt wurden unter anderem Tonnen von illegal gezüchteten Muscheln. Außerdem wurde festgestellt, dass billige Fischarten als Dorsch verkauft wurden. Bei der Verteilung der Ware im Hafen habe die Mafia-Organisation Camorra ihre Finger im Spiel gehabt, so die Polizei.

In der Fischerei sind in Italien rund 50.000 Menschen tätig. 14.000 Fischerboote sind täglich im Einsatz. Der Landwirtschaftsminister kündigte weitere Kontrollen an, um die italienische Fischerei vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. "60 Prozent des in Italien konsumierten Fischs stammt aus dem Ausland", betonte der Minister.
(apa/red)

30.12.2008 14:51