Ein Waffenstillstand bleibt in weiter Ferne:
Israel setzt seinen Druck auf die Hamas fort
- EU-Vorschlag zu Feuerpause von Olmert abgelehnt
Bisher wurden mehr als 390 Palästinenser getötet - PLUS: CNN-Videos zu den Auswirkungen des Konflikts
·London: Wütende Proteste gegen Israel
CNN-Video: Anti-Israel- Chöre vor der Botschaft
·CNN-Reporterin Paula
Hancocks in Deckung
Berichterstattung mit Raketen im Hintergrund
·BILDER von Trauer und Wut aus Nahost
Verheerende Opferbilanz nach Luft- & Bodenkampf
·"Angeblicher Sieg
ist eine Niederlage"
So sieht die internationale
Presse die Krise in Nahost
·INFOGRAFIK: Ziele israelischer Angriffe
Plus: Wichtige Eckdaten &
Zahlen zum Gazastreifen

Das israelische Sicherheitskabinett hat die Fortsetzung der Angriffe auf den palästinensischen Gazastreifen beschlossen und sich damit über die Forderungen der EU und des Nahost-Quartetts hinweggesetzt. Die Bedingungen für einen Waffenstillstand seien derzeit nicht gegeben, sagte Ministerpräsident Olmert in Jerusalem.
Eine Waffenruhe schloss er aber nicht kategorisch aus. Sollten sich die Umstände verbessern und eine diplomatische Lösung möglich sein, die zur Sicherheit im Süden des Landes beitrage, werde Israel einen Waffenstillstand erwägen, wurde der Premier von einem Berater zitiert. "Wir haben die Gaza-Offensive nicht begonnen, um sie mit der gleichen Anzahl von Raketenangriffen zu beenden", sagte Olmert laut einem Regierungssprecher. Die radikal-islamische Hamas ist unterdessen nach eigenen Angaben bereit, Vorschläge zu einer Waffenruhe im Gazastreifen zu prüfen.
Bei der seit Samstag andauernden israelischen Offensive sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza bisher 392 Palästinenser getötet worden, darunter auch Frauen und Kinder. Israel beklagt nach mehr als 250 Raketenangriffen aus dem Gaza-Streifen seit Samstag vier Todesopfer. Wegen der größeren Reichweite der palästinensischen Raketen sind nach Angaben von Polizeisprecher Micky Rosenfeld inzwischen eine Million Israelis gefährdet.
Die internationalen Bemühungen um eine Entschärfung der Lage wurden intensiviert. Die arabischen Staaten forderten bei einer Sitzung der Außenminister der Arabischen Liga die Einberufung des Weltsicherheitsrates. Sie schlugen die Entsendung einer internationalen Schutztruppe in den Gazastreifen vor. US-Präsident Bush telefonierte mit Olmert und forderte ein Ende der Raketenangriffe der Hamas. Mit deren politischem Führer Khaled Mashaal sprach unterdessen der russische Außenminister Sergej Lawrow, der ein Ende der Konfrontation im Fall einer Aufhebung der Blockade des Gazastreifens in Aussicht gestellt haben soll.
(apa/red)
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