Dienstag, 30. Dezember 2008

Hohe Gäste kamen aus dem Morgenland:
Die Sternsinger zu Besuch bei Heinz Fischer

  • Fair gehandelte Waren und Weihrauch als Geschenke
  • Bundespräsident dankt für einen 'großartigen Beitrag'

30 Sternsinger-Kinder haben Bundespräsident Fischer in der Wiener Hofburg besucht, um ihm Segenswünsche für das neue Jahr zu überbringen. Als Gastgeschenk brachten die "Heiligen Drei Könige" fair gehandelte Waren und Weihrauch mit. Die Nervosität der Kleinen hat sich rasch gelegt: Als eines der Kinder in der Aufregung den Spruch vergaß, sprang das Staatsoberhaupt helfend ein.

Der Reinerlös aus der Sternsinger-Sammlung 2009 soll Projekten in Uganda zu gute kommen. Hauptsächlich Straßenkinder in Kampala und Bauernfamilien in der Region Jinja sollen unterstützt werden. Der Präsident betonte im Gespräch mit den Kindern wie wichtig es sei, gerade afrikanischen Ländern zu helfen und bedankte sich bei den Sternsingern für den "großartigen Beitrag", den sie für ein humane Gesellschaft leisten.

Die 30 Kinder stammten aus Pfarren in Oberösterreich, Tirol, dem Burgenland, Niederösterreich, Südtirol und der Steiermark. Österreichweit sind 85.000 Sternsinger-Kinder zehn Tage lang von 27. Dezember 2008 bis 6. Jänner 2009 im ganzen Land unterwegs. Mit den gesammelten Spenden werden jedes Jahr Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert und mehr als eine Million Menschen direkt unterstützt.

Fischer erinnerte an den tagtäglichen Überlebenskampf von Menschen in Entwicklungsländern, die Hunger leiden, kein Trinkwasser oder ein festes Dach über dem Kopf haben. Er hoffe, dass Österreich seine Anstrengungen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit im kommenden Jahr fortsetzen werde, auch wenn es "wirtschaftlich vielleicht schwieriger werden könnte".

(apa/red)

30.12.2008 15:39